Umfrage: Grüne Steuerpläne schocken Bürger nicht

Umfrage
Grüne Steuerpläne schocken Bürger nicht

Ihre Steuerpläne haben den Grünen kurzfristig nicht geschadet. Bei einer Forsa-Umfrage legt die Partei sogar zu. Auch die SPD gewinnt, während die CDU stabil bleibt. Dagegen rutscht die FDP unter die Fünf-Prozent-Hürde.
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BerlinDie Pläne der Grünen für höhere Steuern kosten der Partei zumindest kurzfristig keine Stimmen – im Gegenteil. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage für „Stern“ und RTL legten die Grünen sogar um einen Punkt auf 15 Prozent zu. Die SPD kommt auf 24 Prozent (plus 1). Die Union liegt unverändert bei 39 Prozent, während die FDP einen Punkt absackt und nun mit 4 Punkten wieder unter 5 Prozent liegt.

Forsa hatte vom 29. April bis 3. Mai – also noch vor dem FDP-Parteitag in Nürnberg – 2000 Bundesbürger befragt. Die Linke verharrt bei 8 Prozent. Der Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) wollen wie in der Vorwoche 3 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, nur noch 2 Prozent würden die Piraten wählen.

In einer zweiten Umfrage fanden zwei Drittel der Befragten die von den Grünen im Wahlprogramm angekündigte Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent für ein Jahreseinkommen über 80.000 Euro gut. Das erfragte Forsa im Auftrag des „Stern“ bei 1002 Bundesbürgern vom 30. April bis zum 2. Mai. Die Zustimmung sinkt mit steigendem Gehalt. Von denjenigen, die mehr als 3000 Euro netto im Monat verdienen, befürworten nur noch 53 Prozent die Pläne. Nur 27 Prozent der Deutschen wären bereit, mehr Steuern als bisher zu zahlen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umfrage: Grüne Steuerpläne schocken Bürger nicht"

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  • @Fredi + @cosmoB:

    'Neoliberales Gedankengut' haben exakt diejenigen an den Tag gelegt, die heute am lautesten nach noch mehr Steuereinahmen lechzen. - Einige Stichworte zu Ihrer Reflexion: Steuerfreiheit auf Beteiligungsverkäufe für Institutionelle, Kreditverbriefung, Vertriebszulassung von Hedgefonds und Bankprodukten, die woanders zT. verboten waren und sind, Schattenbilanz und offshore business auch der WestLB, Riester-Steuersparmodell zugunsten der Versicherer.

    'Groß' wurde Dtld. im übrigen nicht durch Eigenkapitalstigmatisierung und dessen Mehrfachbesteuerung.

    Machen Sie sich mal schlau - auch darüber, wie eine Marktwirtschaft letzendlich nur funktioniert, liegt Sie Ihnen wirklich am Herzen.

  • @Fredi:

    >> Die Mehrheit der Deutschen stört sich nicht an höheren Steuern für Einkommen Ü 80Tausend, weil es sie nicht betrifft! <<
    Das wird exakt die sehr wohl und ziemlich schnell betreffen, weil darüber nämlich keiner mehr Lust hat, sich hierzulande bzw. in hiesigen Firmen leistungsmäßig mehr einzubringen, um dann verstärkt ihre Ausbeuter zu alimentieren.

    Was das für diese Firmen zur Folge hat, werden Sie sich hoffentlich denken können - besonders, wenn Sie ihnen gleichzeitig noch den Weg zu heimischem Eigenkapital via dessen erhöhter Doppel- und Inflationsbesteuerung gänzlich verbauen.

  • @cosmoB:
    ihre Einstellung in Ehren, aber Sie machen einen Denkfehler: Sie verunterstellen, dass die Steuergelder tatsächlich dafür verwendet werden, wofür Sie HOFFEN, dass sie verwendet werden.
    Nur, wer sagt denn, dass dies tatsächlich der Fall sein wird?
    Es ist doch eher so, dass die Grünen und Roten die EU weiterhin royal unterstützen wollen. Und dass dies als absolute Priorität angesehen wird. Somit wird es zwar Steuererhöhungen geben, aber diese Gelder fliessen ab von Deutschland und werden unter den grössten Schreiern verteilt.
    Nun, mir persönlich kann das recht sein. Dann gibt es hier halt weiterhin Partys mit Champagne à volonté zur staatlichen Betriebsfeier auf Deutschland's Kosten oder gratis Krankenzusatzversicherungen, die bei gewissen Staatsbediensteten letztendlich von D bezahlt werden, da über die EU finanziert. Und wenn die Banken crashen, auch kein Problem, weil ein paar doofe Deutsche werden sich schon finden, die Bankeinlagen zu erstatten, wenn man sie nur mal kurz als "Nazi" beschimpft und ihnen so in den Hintern tritt.
    Wenn Sie das wollen, kein Problem. Jedem Menschen steht es frei sein Geld auszugeben, wofür er will.

    Scheinbar gibt es in D immer noch Leute, die das System nicht verstanden haben oder es aus unerfindlichen Sentimentalitäten einfach nicht verstehen wollen.

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