Umfrage
Hessen-SPD vor historischer Niederlage

Vier Wochen vor der Landtagswahl in Hessen liegen CDU und FDP nach einer Forsa-Umfrage mit einer Mehrheit von 55 Prozent vorn. Dagegen muss sich die SPD der Umfrage zufolge am 18. Januar 2009 auf eine historische Niederlage einrichten.

HB WIESBADEN. Ihr drohe ein Absturz um fast 14 Punkte auf 23 Prozent, ergab die Erhebung im Auftrag des Hamburger Magazins „Stern“ und der „Frankfurter Rundschau“. FDP und Grüne dürften zulegen, und der Linken winkt der Wiedereinzug in den Landtag. Forsa hatte nach Mitteilung vom Dienstag vom 8. bis 12. Dezember 1005 Wahlberechtigte befragt. Danach käme die CDU auf 42 und die FDP auf 13 Prozent. Die Grünen erhielten zwölf und die Linken sechs Prozent. Eine Koalition von CDU und FDP befürworteten allerdings nur 30 Prozent der Befragten, ergab die Umfrage. Noch weniger (16 Prozent) wollten eine Regierung von SPD und Grünen.

Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten schneidet Amtsinhaber Roland Koch (CDU) laut Forsa besser ab als sein Herausforderer von der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel. Für Koch sprachen sich 44 Prozent der Befragten aus und für Schäfer-Gümbel 24 Prozent. Der Beteuerung Kochs, er trete für eine komplette Wahlperiode von fünf Jahren an, glaubten die meisten Befragten nicht. 63 Prozent gingen davon aus, er werde versuchen, in die Bundespolitik zu wechseln.

Die SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti ist nach der Umfrage bei SPD- Anhängern umstritten. 56 Prozent meinten, sie solle den Landesvorsitz abgeben, 39 Prozent wollten, dass sie bleibt. Auch die Frage, ob SPD und Linke zusammenarbeiten sollten, zeigt einen Zwiespalt auf. 30 Prozent waren für eine Zusammenarbeit und 65 Prozent dagegen. 46 Prozent fanden es richtig, dass vier SPD-Abgeordnete Ypsilanti nicht zur Ministerpräsidentin wählen wollten. 52 Prozent hielten das für falsch.

Der CDU-Fraktionschef im Landtag, Christean Wagner, las aus den Zahlen eine erfreuliche Zustimmung zur CDU heraus, aber auch die Notwendigkeit, weiterhin um Stimmen zu kämpfen. Er warnte seine Parteifreunde davor, sich in Sicherheit zu wiegen. Auch die Grünen freuten sich über ihren Umfragewert. Allerdings seien Umfragen noch keine Wahlergebnisse, mahnte ihr Geschäftsführer Kai Klose. Das Ziel, ein „schwarz-gelbes Einfach-weiter-so“ zu verhindern, sei zu erreichen.

Die Fehlertoleranz der Umfrage wurde mit drei Prozentpunkte angegeben.

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