Umfrage im Auftrag des DGB verteilt schlechte Noten
Starker Imageverlust für Gewerkschaften

Die Gewerkschaften haben bei ihren Mitgliedern und den Arbeitnehmern in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Ansehen verloren. Auch die Politik der Gewerkschaften wird schlechter beurteilt. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Polis im Auftrag des DGB hervor, die dem Handelsblatt vorliegt.

BERLIN. Die „Arbeit der Gewerkschaften in den letzten drei Jahren“ wird noch von einem Drittel der Befragten als „sehr gut/gut“ angesehen, 2002 waren dieser Meinung 46 Prozent. Dagegen ist knapp über die Hälfte der Gewerkschaftsmitglieder und Arbeitnehmer der Ansicht, die Arbeit sei „weniger gut/schlecht“. Bei 27 Prozent der Befragten hat sich die eigene Meinung über die Gewerkschaften in den vergangenen Monaten verschlechtert, nur bei sieben Prozent hat sie sich verbessert. Betrachtet man indes nur die Gewerkschaftsmitglieder, dann ist die Richtung des Meinungswandels nahezu ausgewogen. Jeweils ein Fünftel der Befragten hebt beziehungsweise senkt den Daumen.

Die Polis-Umfrage wird vom DGB alle zwei Jahre in Auftrag gegeben. Sie gilt gewerkschaftsintern als der wichtigste Imagetest. Die Ergebnisse wurden den Chefs der Arbeitnehmerorganisationen am Dienstag bei der Sitzung des DGB-Bundesvorstands vertraulich vorgestellt, sonst aber unter Verschluss gehalten. In Gewerkschaftskreisen hieß es, die Umfrage werde Einfluss auf das künftige Verhalten gegenüber der Regierung und ihrer Reformpolitik haben. Der Streit zwischen Gewerkschaften und SPD über die Agenda 2010 war unlängst eskaliert, bevor sich beide Seiten am Montag Abend zu einem Spitzengespräch getroffen hatten. Danach sagten die Gewerkschaften zu, wieder stärker auf Dialog zu setzen.

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