Umfrage im Auftrag des ZDF-Politbarometers
Absolute Mehrheit für Schwarz-Gelb in NRW

Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegt eine mögliche Koalition aus CDU und FDP nach einer Umfrage deutlich vor Rot-Grün. Allerdings habe sich erst gut jeder zweite Wahlberechtigte für die Wahl festgelegt.

HB BERLIN. Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die SPD dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer zufolge auf 36 % der Stimmen, was einen Verlust von rund sieben Prozentpunkten zur Wahl vor fünf Jahren bedeuten würde. Die CDU würde 46 % nach 37 % bei der Wahl 2000 auf sich vereinen können. Die Grünen könnten leicht um 0,9 %punkte auf acht % zulegen. Mit einem Minus von 3,8 Prozentpunkten käme die FDP auf sechs %. Die anderen Parteien erzielten zusammen vier %.

Ein solches Ergebnis würde bedeuten, dass die SPD im Vergleich zur Landtagswahl von 2000 Verluste von rund sieben und die CDU Gewinne von neun Prozentpunkten haben würden. Damals erhielt die SPD 42,8 %, die CDU 37,0 %, die Grünen 7,1 %, die FDP 9,8 % und die anderen Parteien zusammen 3,3 %. Bezeichnend für die Situation in NRW ist die Tatsache, dass alle Parteien in Regierung und Opposition in der Leistungsbeurteilung negativ bewertet werden.

Auf einer Skala von +5 bis -5 erhält die SPD in der Regierung in NRW einen Durchschnittswert von minus 0,6 und ihr grüner Koalitionspartner sogar die Note minus 1,3. Allerdings wird auch die Düsseldorfer Oppositionsarbeit von der CDU mit minus 0,1 und die der FDP mit minus 0,9 nicht als überzeugende Alternative gesehen. Eine klare Mehrheit von 48 % geht davon aus, dass das Verhältnis zwischen SPD und Grünen in der Regierungskoalition in Düsseldorf eher schlecht ist, nur 39 % nehmen an, dass es gut ist (weiß nicht: 14 %). Eine zukünftige rot-grüne Koalition in NRW fänden lediglich 31 % gut, 49 % fänden das schlecht und 17 % wäre es egal. Eine Koalition aus CDU und FDP hingegen fänden 43 % gut, 33 % schlecht und 19 % wäre es egal.

Auf die Frage, wen sie bevorzugt als Ministerpräsident sähen, nannten 37 % Regierungschef Peer Steinbrück (SPD). 35 % der Befragten sprachen sich für Oppositionschef und CDU-Spitzenkandidat Jürgen Rüttgers als neuen Ministerpräsidenten aus.

Der Umfrage zufolge ist zudem eine deutliche Mehrheit der Wähler der Meinung, dass die CDU mehr zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit leisten kann als die SPD: 38 % trauten es der CDU am ehesten zu, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Von der SPD erwarteten dies nur 14 %. Auch beim zweitwichtigsten Thema, der Schul- und Bildungspolitik, liegt die CDU mit einer Zustimmung von 40 % deutlich vor der SPD, die nur 23 % in dieser Frage unterstützen.

Für die Umfrage wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 5. und 7. April 1039 Wahlberechtigte befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen. Die Fehlertoleranz beträgt bei den großen Parteien 3,0 %punkte, bei den kleineren rund 1,6 %punkte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%