Umfrage

Klare Mehrheit für Gauck als Staatsoberhaupt

Einer Emnid-Umfrage zufolge wollen 79 Prozent der Deutschen einen Bundespräsidenten, der nicht aus dem Politikbetrieb kommt. Es könnte die Stunde des Joachim Gauck werden, denn seine Beliebtheit wächst stetig.
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Steigt in der Gunst der Bürger: Joachim Gauck. Quelle: dpa

Steigt in der Gunst der Bürger: Joachim Gauck.

(Foto: dpa)

BerlinGut jeder zweite Deutsche wünscht sich einer Umfrage zufolge Joachim Gauck als Staatsoberhaupt. In einer Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ sprachen sich 54 Prozent für den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler als neuen Bundespräsidenten aus. Unabhängig von der Person wünschten sich 79 Prozent der Befragten einen Kandidaten, der nicht aus dem Politikbetrieb kommt. Nur 16 Prozent gaben an, der Kandidat solle ein ausgewiesener Parteipolitiker sein.

Trotz der Rücktritte zweier Bundespräsidenten in zwei Jahren sind die meisten Deutschen weiterhin von der Relevanz des Amtes überzeugt. Auf die Frage, ob Deutschland einen Bundespräsidenten brauche, antworteten 69 Prozent mit Ja. Nur 30 Prozent waren der Meinung, Deutschland brauche keinen Bundespräsidenten. Für die Erhebung befragte Emnid am Freitag 500 Personen.

Nach wochenlanger Kritik wegen zinsgünstiger Kredite und umstrittener Kontakte zu Unternehmerfreunden war Christian Wulff am Freitag vom Amt des Bundespräsidenten zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor beim Bundestag die Aufhebung der Immunität des Staatsoberhaupts beantragt, um gegen Wulff ermitteln zu können - ein beispielloser Schritt in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Spitzen der Koalition wollten am Sonntag ihre Beratungen über mögliche Kandidaten fortsetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der nur dünnen Mehrheit von Union und FDP in der Bundesversammlung das Ziel ausgegeben, gemeinsam mit SPD und Grünen einen Kandidaten zu finden.

  • rtr
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10 Kommentare zu "Umfrage: Klare Mehrheit für Gauck als Staatsoberhaupt"

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  • merkel will doch nur noch einen willfahrige marionette die sie lenken kann , wie ihr ganzes kabinett , deshalb wird sie nie einen gauk wollen .
    bitte daran denken . merkel ist ein ziehkind honeckers und kohls

  • Wenn unsere Kanzlerin sich nicht durchringen kann Herrn Gauck vorzuschlagen, dann zeigt sie erneut eine Charakterschwäche. Sie muß auch mal eingestehen können, daß sie sich geirrt hat. Stattdessen feilscht sie offensichtlich wieder um ihren persönlichen Favoriten durchzubringen, der ihr natürlich aus der Hand zu fressen hat. Diese Frau ist nur noch jämmerlich!!

  • Keine Frage, Joachim Gauck ist der richtige Nachfolger als Bundespräsident.
    Sollte die CDU/CSU einen anderen Kandidaten präferieren, so wäre dies eine weitere schwere Fehlentscheidung und weitere Schlappe für die kommende Bundestagswahl. Dann will anscheinend die CDU/CSU willentlich in die Oposition.

  • Da W.Busch auf diesem Erdenplan leider schon längere Zeit nicht mehr weilt, als Ersatzkandidat bitte Georg Schramm, der kann´s.

  • Wilhelm Busch for President

  • BürgerINnen sind in diesem Machtspiel fehl am Platz. Jetzt wissen wir es sehr genau. Der Meinung des Souveräns wurde mit dem Abgang von Wulff, so lächerlich dies auch klingen mag, weg geschaufelt.

    Das hilft weder "Wülffens" noch dem arg gebeutelten Volke, einzig einer allgegenwärtigen BundeskanzlerIn. Bei den kurzen Nächten und Schlaf in Schüben, werden die Augen jeden Tag rötlicher.

    Die Merkel hat doch auch so einen Professor an ihrer Seite, soll der doch den Job machen, dann hat uns Angie nicht so weit nach Hause und als Republik-Queen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Macht nix, hat sie die Macht tut sie alles, um sie stets bei sich zu haben, man gönnt ihr ja sonst nichts.

  • @karstenberwanger: Und nun entspannen Sie sich bitte bei einem Gedicht von Wilhelm Busch.

    "Beschränkt"

    Halt dein Rößlein nur im Zügel,
    Kommst ja doch nicht allzu weit.
    Hinter jedem neuen Hügel
    Dehnt sich die Unendlichkeit.

    Nenne niemand dumm und säumig,
    Der das Nächste recht bedenkt.
    Ach, die Welt ist so geräumig,
    Und der Kopf ist so beschränkt.

  • Könnte sich Merkel dazu durchringen, Gauck als Kandidaten zuzulassen, sie würde nicht nur über ihren eigenen Schatten springen sondern endlich aus dem Schatten Kohls heraustreten. Damit würde sie zweifellos als große deutsche Politikerin in die Geschichtsbücher eingehen.

  • Direkte Demokratie ist von der Parteiendiktatur die man ohne Zweifel so nennen kann, nicht erwünscht. Ich wundere mich jedes mal wie es möglich ist dass die Bürger sich hierzulande wie Versuchskanninchen alles mit sich machen lassen und absolut alles in die Hände dieser unfähigen Trottel der politik legen die im wahrsten Sinne des Wortes nichts weiter als eine kriminelle Wirtschaftsbande sind. Sorry es ist so!

  • Mit Betsürzung stelle ich fest wie wenig auch diesmal in den Medien die Frage diskutiert wird, ob der Bundespräsident nicht doch direkt (vom Volk) gewählt werden sollte. Wann sind wir endlich soweit etwas mehr direkte Demokratie zu wagen ? Es beschleicht mich das Gefühl, dass diese Frage von der politischen Klasse bewusst unterdrückt und nicht zugelassen wird.

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