Umfrage
Krise trifft Familien besonders hart

Mehr als jede dritte Familie spürt nach einer Umfrage die Folgen der Wirtschaftskrise. Wie die Politik darauf reagieren wird, ist noch eine offene Frage. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen kündigte lediglich an, in der nächsten Legislaturperiode das Elterngeld weiterentwickeln zu wollen.

HB BERLIN. Nach der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Erhebung des Instituts Allensbach im Auftrag des Bundesfamilienministeriums gaben 43 Prozent der Väter an, sie spürten die Krise in ihren Betrieben. Dagegen sagten dies nur 30 Prozent der Mütter. Grund dafür sei die unterschiedliche Verteilung von Männern und Frauen auf die verschiedenen Branchen, sagte Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher. So sei der traditionell männerdominierte Maschinenbau besonders stark von der Krise betroffen.

Nach der Untersuchung rangiert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit 79 Prozent für junge Familien als oberstes Ziel der Familienpolitik. An zweiter Stelle wird die Förderung junger Familien genannt, an dritter längere Betreuungszeiten an Schulen und Kindergärten. Als Voraussetzung für ein gutes Aufwachsen der Kinder wird als wichtigster Faktor (81 Prozent) Harmonie zwischen den Eltern genannt. Platz zwei belegen sichere finanzielle Verhältnisse und Rang drei die Forderung, viel gemeinsam in der Familie zu unternehmen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen wies auf die gute Akzeptanz des Elterngeldes hin, das nach der Studie 77 Prozent der Familien als gute Regelung bewerten. Die CDU-Politikerin kündigte an, in der nächsten Legislaturperiode solle das Elterngeld weiterentwickelt werden. Dann sollten die Partnermonate ausgebaut werden. Derzeit kann die zwölfmonatige Elternzeit durch Partnermonate um zwei Monate verlängert werden. Außerdem solle ein „Teilelterngeld“ eingeführt werden, mit dem der Bezug des Elterngeldes verlängert werden sollte, sagte die Ministerin.

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