Umfrage: Merkel überrundet Steinmeier in der Managergunst

Umfrage
Merkel überrundet Steinmeier in der Managergunst

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihr Ansehen unter der Wirtschaftselite in Deutschland deutlich verbessert. Das geht aus dem Handelsblatt Business-Monitor hervor, einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Psephos im Auftrag des Handelsblatts (Montagsausgabe) und der Unternehmensberatung Droege & Comp.

DÜSSELDORF. Aktuell bewerten sie die Kanzlerin auf einer Notenskala von eins (sehr gut) bis fünf (sehr schlecht) mit einer 2,6. Sie verdrängt damit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) von der Spitze der Rangliste. Bei der letzten Befragung im Herbst erhielt Merkel lediglich die Note 3,4.

Von diesem positiven Trend partizipiert das gesamte Kabinett: Die Bundesregierung hat in der Gunst der Manager deutlich zugelegt und wird mit 3,0 bewertet. So gut war sie zuletzt vor einem knappen Jahr beurteilt worden. Im Herbst hatte sie mit 3,5 deutlich schlechter abgeschnitten - ein Tiefstwert in der seit Herbst 2005 laufenden Legislaturperiode. Die Union hat sich dabei etwas mehr gesteigert als die Sozialdemokraten. Während die Kabinettsmitglieder der CDU/CSU mit dem Durchschnittswert 3,1 bewertet werden nach zuletzt 3,5, bekommt die Riege der SPD-Minister mit 3,3 nach 3,6 ein wenig mehr Kritik von Seiten der Führungskräfte zu spüren. Die Leistungen beider Lager werden damit tendenziell ähnlich wie im April 2006 eingeschätzt.

Auch die einzelnen Kabinettsmitglieder von Union und SPD in Schlüsselressorts profitieren von dem aktuellen Stimmungstrend. Für alle gilt aber: Sie legen nicht so deutlich zu wie ihre Chefin. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) erhält mit 2,8 nach 3,0 im Herbst derzeit noch die beste Note. Dabei dürfte dem Sozialdemokraten insbesondere zu Gute gekommen sein, dass Deutschland 2006 die Maastrichtkriterien eingehalten hat. Und auch für 2007 stehen die Zeichen hierfür günstig. Auf deutlich größere Vorbehalte für ihr Wirken treffen Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) mit 3,3 und Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) mit 3,4. Beide haben sich in den vergangenen Monaten aber immerhin um 0,3 Notenpunkte verbessert.

Zufriedener als mit den dem Kurs von Glos und Müntefering sind die Spitzenmanager zwar mit der Arbeit von Frank-Walter Steinmeier: Sie bewerten ihn derzeit mit 2,8. Damit hat der Bundesaußenminister, der angesichts der „Kurnaz-Affäre“ teilweise heftiger öffentlicher Kritik ausgesetzt war, verglichen mit 2,5 im Herbst 2006 allerdings etwas an Reputation bei den Führungskräften verloren. Dennoch liegt Steinmeier noch immer gleichauf mit Steinbrück und nun wieder leicht hinter Merkel zurück. Ebenfalls Ansehenseinbußen, wenn auch geringfügige, hat Oppositionspolitiker Guido Westerwelle zu verzeichnen. Den FDP-Vorsitzenden beurteilt die Wirtschaftselite im Februar mit 3,5 nach 3,4. Das Urteil der Manager über die übrigen Oppositionsparteien fällt im Februar weiter so ablehnend aus wie zuletzt: Die Grünen verharren bei 3,8, die Linkspartei bei 4,5.

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