Umfrage
Merkel und Westerwelle brüskieren Anhänger

Die Union sinkt laut einer Umfrage wieder bundesweit in der Wählergunst. Und damit nicht genug: auch die eigenen Anhänger laufen CDU, CSU und auch der FDP davon. Das bekommen Merkel & Co zu spüren.
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Berlin

Die Union verlor im ARD-Deutschlandtrend in den vergangenen zwei Wochen zwei Prozentpunkte auf 33 Prozent. SPD und Grüne verharrten dagegen in der am Sonntag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap bei 26 und 23 Prozent und hätten eine Mehrheit von 49 Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Linkspartei legte im Vergleich zu Anfang Mai einen Punkt auf acht Prozent zu, während die FDP weiter mit vier Prozent den Einzug in den Bundestag verpassen würden.

Eine Mehrheit der Anhänger von Union und FDP zeigten sich in der Umfrage unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. Insgesamt erklärten sich 26 Prozent der Befragten zufrieden mit der Regierungsarbeit. Auf die Frage, welcher deutsche Politiker sie in den vergangenen Monaten am meisten enttäuscht habe, nannten jeweils 22 Prozent Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel sowie Außenminister Guido Westerwelle.

Neuer Spitzenreiter auf der Beliebtheitsskala ist Verteidigungsminister Thomas de Maiziere mit 59 Prozent Zustimmung. Ihm folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (57 Prozent) und die SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück mit jeweils 55 Prozent.

SPD-Chef Sigmar Gabriel werden in der Umfrage kaum Chancen eingeräumt, falls er als Kanzlerkandidat gegen Merkel antreten sollte. Nur 31 Prozent der Befragten würden sich für ihn als Kanzler entscheiden, Merkel käme auf 50 Prozent. Viel knapper wäre der Ausgang, sollten Steinmeier oder Steinbrück kandidieren: Dann würden sich 43 Prozent für Merkel und jeweils 42 Prozent für Steinmeier oder Steinbrück entscheiden.

Die FDP profitiert der Umfrage zufolge zumindest kurzfristig nicht von ihrem Führungswechsel. Der neue Parteichef Philipp Rösler kommt auf 27 Prozent Zustimmung, vier Punkte weniger als vor zwei Wochen. Auch der neue FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle büßte seit seinem Abschied aus dem Amt des Wirtschaftsministers sechs Punkte auf 27 Prozent ein. "Populärer ist allein Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (41 Prozent), die aber weniger bei den eigenen als bei den Wählern anderer Parteien Respekt genießt", erklärte die ARD.

Das beste Image aller Parteien haben die Grünen. 59 Prozent der Befragten halten sie für glaubwürdig. Dahinter folgen die SPD mit 58 Prozent, die CDU mit 51 Prozent und die CSU mit 42 Prozent. Die FDP wird dagegen nur von 21 Prozent der Befragten als glaubwürdig bezeichnet. Noch schlechter schneidet nur die Linke mit 19 Prozent ab.

Für die Umfrage interviewte Infratest Dimap 1002 Wahlberechtigte zwischen dem 18. und 20. Mai.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umfrage: Merkel und Westerwelle brüskieren Anhänger"

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  • Und wer waren denn dei Befragten?
    Also diese Umfragen sind doch recht wirr und widersprechen sie sogar in Teilen.
    Einmal ist man unzufrieden mit Merkel und dann aber würde man sie mit mehr als 40% wählen?
    Also entweder sind das Manipulations-Fragen oder aber man hat den Befragten die Antworten schon vorgegeben.

  • Wieso sterben die alle weg und warum kommen keine neuen "alte Menschen" wieder dazu? Da habe ich so meine Schweirigkeiten den Satz zu begreifen. Für CDU und CSU gilt immer noch vor einer Wahl das Kanzelwort und der Kandidatenbesuch im Alten- und Pflegeheim.

  • Kurz und bündig. Das dumme deutsche Wählervolk wird auch in Zukunft nix ändern. Nur weiter so!

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