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Umfrage: Rot-Grün in Niedersachsen weiter vorn

Es sind noch vier Wochen bis zur Landtagswahl in Niedersachsen und derzeit sieht es ganz nach einer Ablösung der schwarz-gelben Regierung durch Rot-Grün aus. Schuld daran sind vor allem die sehr schlechten Werte der FDP.

Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2013 in Niedersachsen, Stephan Weil, kann auf eine Mehrheit für Rot-Grün hoffen. Quelle: dapd
Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2013 in Niedersachsen, Stephan Weil, kann auf eine Mehrheit für Rot-Grün hoffen. Quelle: dapd

München/HannoverVier Wochen vor der Landtagswahl liegt Rot-Grün in Niedersachsen nach einer aktuellen Umfrage weiter vor der regierenden Koalition aus CDU und FDP. Die Oppositionsparteien erhielten nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INFO im Auftrag des Magazins „Focus“ zusammen 45,5 Prozent und damit eine deutliche Mehrheit.

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Dabei stimmten 33 Prozent der Befragten für die SPD und 12,5 Prozent für die Grünen. Zwar bleibt auch nach dieser Umfrage die CDU mit 38,5 Prozent stärkste Partei - doch schafft es der bisherige Regierungspartner FDP mit 3,5 Prozent nicht über die Fünf-Prozent-Hürde. Laut Umfrage dürften bei der Wahl am 20. Januar zudem die Piraten mit 4,5 Prozent und die Linke mit 4 Prozent an der Hürde scheitern, so dass nur drei Parteien im Landtag blieben.

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Ministerpräsident David McAllister (CDU) bleibt der beliebteste Landespolitiker - 54 Prozent der befragten Niedersachsen sind danach mit ihm zufrieden. Der Regierungschef zeigte sich im Gespräch mit „Focus“ von den Umfragen wenig beeindruckt: Er rechne damit, dass die FDP bei der Landtagswahl klar über die Fünf-Prozent-Hürde komme. „Die FDP kann sieben Prozent schaffen.“

Bundesweit geht die Union laut „Bild am Sonntag“ mit einem Umfrage-Rekordergebnis von 40 Prozent ins Wahljahr 2013. Im „Sonntagstrend“, den das Institut Emnid wöchentlich für die Zeitung erhebt, verharrt der Koalitionspartner FDP allerdings bei 4 Prozent.

Niedersachsen-Wahl

Auch SPD (28 Prozent) und Piraten (4 Prozent) erreichen den Wert der Vorwoche. Einen Prozentpunkt verlieren die Grünen (13 Prozent), die Linkspartei kann sich auf 8 Prozent steigern (plus 1). Damit wäre derzeit nur eine große Koalition oder Schwarz-Grün realistisch.

 

  • 02.01.2013, 18:51 Uhrmawe

    Steinbrück und die SPD muss begreifen, dass man dem Volk nicht nur Almosen für harte Arbeit zahlen kann, während Manager, Fondsverwalter etc. gar nicht mehr wissen wohin mit dem vielen Geld, das sie den Arbeitenden "entrissen" haben. Klar verdient eine Kanzlerin/ein Kanzler weniger als viele Firmenlenker, aber nicht die Kanzlerin verdient zu wenig sondern die Firmenlenker - angefagen beim Sparkassendirektor - zu viel und das geht nur, weil in viel zu vielen Firmen "Hungerlöhne" gezahlt werden und sog. Aufstocker (brauchen noch Hartz IV Leistungen weil der Lohn zum Leben nicht reicht) die Arbeit machen während die Chefetagen und Aktionäre absahnen! Eigentlich sollte die SPD als ehemalige Arbeiterpartei nur solche Leute als Kanzlerkandidat aufstellen, die diese "Grundlagen" des Unsozialstaats begriffen haben! Wer CDU wählt schert sich um solche Fragen nicht, sondern ist glücklich mit dem wenigen was ihm die christlich Nächstenliebe vergönnt bet und arbeit...

  • 02.01.2013, 11:22 Uhrfrosch

    Am Ende werden die CDU Wähler schon die FDP über die 5 Prozent Hürde bringen , damit hätten Beide die Wahl gewonnen .

  • 26.12.2012, 19:09 UhrCheftaste

    Bei so einer Wahl kommt es immer stark darauf an wer der Befragten denn auch wirklich wählen geht. :)
    Die CDU hat beispielsweise als konservative Partei sehr treue Wähler in der Ü60 Generation.
    Es ist tatsächlich so das viele Rentner bei einer Wahl schon ganz früh Morgens ihre Stimme abgeben.
    Keiner von denen wird die Piraten wählen, so viel ist klar.
    Trotzdem würde ich die Piraten nicht unterschätzen, ich
    behaupte mal entgegen der Umfragewerte, sie sind drinne.
    Die Generation Praktikum konnte in den letzten Jahren so
    einiges mitmachen. Aus einer kleinen Minderheit von Geringsverdienern ist mittlerweile eine ansehnliche Bevölkerungsgruppe geworden und genau das wird sich bei der nächsten Wahl bemerkbar machen.

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