Umfrage
Schlechte Noten für Gesundheitsfonds

Der umstrittene Gesundheitsfonds kommt auch bei den Bundesbürgern nicht gut weg: Trotz allen Werbens der Bundesregierung für den Fonds sehen nur vier Prozent der Deutschen für sich dadurch Vorteile.

HB BERLIN. Fast ein Drittel fürchtet mehr Nachteile, wie aus einer repräsentativen Emnid-Umfrage des Magazins "Focus" hervorgeht.

Für Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bringt der Fonds dagegen steigenden Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und damit Vorteile für die Versicherten. Sie verknüpft damit auch die Erwartung, dass die Kassen wegen des einheitlichen Beitragssatzes verstärkt durch Service und Angebote punkten.

Der Vorstandschef der Krankenkasse KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, hält die Zukunft des Gesundheitsfonds nach der Bundestagswahl für fraglich. "Es gibt keine Signale der Parteien, dass es so bleiben muss", sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hannover.

Auf die Frage, wie die steigenden Gesundheitskosten gedeckt werden sollen, plädieren in der Emnid-Umfrage 63 Prozent der Befragten für eine Aufhebung der Trennung zwischen privater und gesetzlicher Versicherung. 48 Prozent sind für höhere Steuerzuschüsse, 24 Prozent für höhere Krankenkassenbeiträge.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sprach sich dafür aus, die Beiträge für Kranken- und Arbeitslosenversicherung stabil zu halten, weil die Bürger nur dann mehr Netto vom Brutto hätten. "Das aber bedeutet, dass in der Krise mehr Steuermittel in die Sicherungssysteme fließen müssen", sagte er der "Bild am Sonntag".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%