Umfrage
Schulz sackt auf Tiefstwert ab

Martin Schulz, SPD-Spitzenkandidat, rutscht im „stern-RTL-Wahltrend“ auf einen neuen Tiefstwert ab. Nur 21 Prozent der Befragten würden sich für ihn als Kanzler entscheiden, könnte Schulz direkt gewählt werden.
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BerlinDie Flüchtlingskrise als Wahlkampfthema hilft der SPD nicht aus dem Umfrage-Tief heraus. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verliert im „stern-RTL-Wahltrend“ im Vergleich zur Vorwoche sogar zwei Prozentpunkte und sackt demnach auf den niedrigsten Wert seit seiner Nominierung. Wenn der Regierungschef direkt gewählt werden könnte, würden sich 21 Prozent für ihn entscheiden. Kanzlerin Angela Merkel liegt mit 31 Punkten Vorsprung unverändert bei 52 Prozent. Der Kanzler wird vom Bundestag gewählt.

Einzig die AfD legt im „stern-RTL-Wahltrend“ im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt zu und kommt damit auf 8 Prozent. Sie liegt damit gleichauf mit der Linken, die einen Punkt verliert, den Grünen und der FDP. Die SPD bleibt unverändert bei 22 Prozent. CDU/CSU liegen weiterhin bei 40 Prozent.

Einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „stern“ zufolge hält es die Mehrheit der Deutschen (54 Prozent) für falsch, dass Schulz mit dem Flüchtlingsthema Wahlkampf machen will. Darunter sind 41 Prozent der SPD-, 73 Prozent der CDU/CSU- und 61 Prozent der AFD-Anhänger. 44 Prozent der Deutschen finden es allerdings richtig.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das die weiterhin anhaltende Zuwanderung nach Europa und insbesondere nach Deutschland zu den entscheidenden politischen Problemen gehört, kann ernsthaft nicht bestritten werden. Unbestreitbar ist ferner, daß eine unreglementierte Zuwanderung und die de facto bestehende dauerhafte Bleibeperspektive auch für diejenigen, denen weder ein Asylanspruch noch ein sonstiger Aufenthaltstitel zusteht, bereits heute zu einer wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Überforderung führt.
    Die SPD und deren Kanzlerkandidat Schulz - der das Thema Flüchtlingspolitik ausdrücklich angesprochen hat - besitzen jedoch keinerlei überzeugendes Konzept zur Lösung dieser Thematik.
    Die von Schulz während seines Besuchs in Italien eingeforderten Verteilquoten mögen zwar mit den Beschlüssen der EU Kommission übereinstimmen, finden jedoch augenscheinlich nicht den Rückhalt der Bevölkerung in den betroffenen Mitgliedsstaaten.
    In Deutschland hat die SPD nicht zuletzt aufgrund der Integrationsbeauftragten Özoguz - die zugleich dem SPD Parteivorstand angehört - jede Glaubwürdigkeit im Hinblick auf eine sachgerechte Flüchtlings- sowie Integrationspolitik eingebüßt. Nach Özoguz Auffassung ist eine multikulturelle Einwanderungsgesellschaft nämlich dadurch gekennzeichnet, daß die Bedingungen des Zusammenlebens, bei notwendiger Anpassung der hiesigen Bevölkerung, täglich neu auszuhandeln seien. Diese Charakterisierung der von Özoguz als Zukunftsvision gepriesenen Multi Kulti Gesellschaft ( bei Vorstellung ihres " Masterplans " zur Integration der Flüchtlinge im Jahr 2015 ) dürfte auch solche Mitbürger eher an die Verhältnisse in prekären Staaten erinnern, die zu Recht auf die positiven Aspekte der Einwanderungshistorie unseres Landes verweisen. Weite Teile der SPD haben sich - wie die Grünen - auch hinsichtlich der Flüchtlingskrise längst von einer sachgerechten Realpolitik zugunsten eines vom Steuerzahler zu finanzierenden Altruismus verabschiedet.

  • SPD wechselt mit FDP die Positionen, ist doch auch nett.

  • Die Masseneinwanderung/Umvolkung ist für viele Mitmenschen das wichtigste politische Thema. Das Thema hat das Potential den Wahlkampf signifikant zu beeinflussen.
    Soweit ich dies aus Qualitätsmedien und alternativen Medien mitbekommen habe hat Schulz hinsichtlich der Masseneinwanderung/Umvolkung nichts konstruktives beigetragen.

    - Er hat sich für höhere EU Quoten für Einwanderer eingesetzt....das tut Merkel auch*.
    - Er hat Fr. Merkel die Schuld an den Ereignissen ab 2015 gegeben...die SPD hat Fr. Merkel aktiv unterstützt und sitzt nach wie vor mit Fr. Merkel im gleichen Boot.

    Insofern hat Herr Schulz zwar das Thema angesprochen, aber nichts beigetragen. Vermutlich wäre es für seine Popularität besser gewesen sich nicht hierzu zu äussern.

    Ansonsten besteht die Wahlkampfaussage des Herrn Schulz aus mehr Sozialismus. Da das persönliche Leben des Herrn Schulz nicht im Einklang mit der Forderung steht wirkt dies unglaubwürdig. Vielen einfachen Menschen ist wohl auch bewusst, dass sie es sind die die Rechnung zu zahlen haben.


    *Es gibt weltweit ca. 1,7 Mrd. potentielle "Flüchtlinge". Selbst wenn man alle potentiellen Einwanderer auf die EU Länder verteilen würde, würden dies lediglich dazu führen, dass dann ganz Europa überfordert würde.
    Gem. eines US Soziologieprofessors gibt es weltweit ca. 2,6 Mrd. Menschen die zu arm und unwissend sind um zu "flüchten" und 1,7 Mrd. Menschen die das Wissen und Kapital haben und ein Einkommen signifikant unterhalb der europäischen Sozialhilfesätze haben, sprich potentielle "Flüchtlinge" darstellen.

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