Umfrage
Schwarz-Gelb und Rot-Grün ohne Mehrheit

Leichter Aufwärtstrend für Schwarz-Gelb. Doch obwohl Union und FDP laut einer Umfrage zulegen können, könnten sie nicht mehr zusammen regieren. Auch Rot-Grüne hätte keine Mehrheit.
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BerlinDie schwarz-gelbe Koalition hat im jüngsten ARD-„Deutschlandtrend“ leicht zulegen können, ist aber immer noch weit von einer regierungsfähigen Mehrheit entfernt. Die Union lag in der am Freitag veröffentlichten Umfrage bei 34 Prozent. Das waren zwei Prozentpunkte mehr als bei der Umfrage im Vormonat. Der Koalitionspartner FDP legte um einen Punkt zu, blieb mit vier Prozent aber weiterhin unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Die SPD kam auf 31 Prozent (plus eins), die Grünen gaben zwei Punkte ab und kamen auf 15 Prozent. Die Linke lag unverändert bei sechs Prozent, die Piratenpartei verlor einen Punkt und kam auf sieben Prozent. Der Erhebung zufolge könnten derzeit also weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün mit einer Regierungsmehrheit rechnen.

Falls die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würde Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) in diesem Monat gegen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier gewinnen, gegen Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) aber knapp verlieren. Gegen beide jedoch schneidet sie besser ab als im Sommer.

Im Falle einer Direktwahl zwischen Merkel und Steinmeier würden sich 47 Prozent für Merkel (plus sieben im Vergleich zu August) und 36 Prozent für Steinmeier (minus acht) entscheiden. Hätten die Deutschen die Wahl zwischen Merkel und Steinbrück, würden 42 Prozent die Amtsinhaberin wählen (plus vier) und 45 Prozent Steinbrück (minus eins).

Dass Steinbrück sich zur Zeit von Altkanzler Helmut Schmidt bei gemeinsamen Auftritten als geeigneten Kanzlerkandidaten bewerben lässt, hält jeder zweite Deutsche (50 Prozent) für angemessen.

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