Umfrage: Schwarz-Gelb wieder vorn
Linkspartei rutscht unter 10 Prozent

Ob Merkels Brutto-Netto-Fauxpas oder die Ost-Attacke von Edmund Stoiber - der Unions-Wahlkampf wurde bisher von zahlreichen Pannen geprägt. Doch das scheint sich nicht auf die Wählergunst auszuwirken. Schwarz-Gelb liegt laut einer Infratest-dimap-Umfrage sogar wieder knapp vorn. Am linken Rand sieht es anders aus.

HB BERLIN. CDU und CSU blieben mit 42 % im Vergleich zur Vorwoche stabil, die FDP gewänne einen Punkt hinzu und komme nun auf 7 %, teilte die ARD am Mittwoch mit. Damit würde Schwarz-Gelb nach zwei Wochen im Hintertreffen beim ARD-Deutschlandtrend wieder knapp vor SPD, Grünen und der Linkspartei liegen. Diese kämen zusammen auf 47 %. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und "Stern" sieht Schwarz-Gelb unverändert vorn.

Dem ARD-Deutschlandtrend zufolge liegt die SPD nun bei 30 % (plus 1). Die Grünen kommen auf 8 %, die Linkspartei erhält 9 %. Im Vergleich zur Vorwoche sind das für beide Parteien ein Verlust von jeweils einem Punkt. Forsa ermittelte für Union und FDP 43 (plus 1) beziehungsweise unverändert 7 %. Die SPD kommt nach diesen Berechnungen auf 29 % (plus 1), die Grünen auf unverändert 7 % und die Linkspartei auf 10 % (minus 2).

Nach den Attacken von CSU-Chef Edmund Stoiber gegen die Ostdeutschen glaubt die Mehrheit der Bundesbürger nicht, dass der bayerische Ministerpräsident Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) im Wahlkampf in vollem Umfang unterstützt. In einer Forsa- Umfrage im Auftrag des "Stern" sagten 47 %, Stoiber unterstütze Merkel "nur halbherzig", 34 % haben sogar den Eindruck, dass Stoiber "eher gegen sie" arbeite. Nur 13 % sind der Ansicht, dass Merkel von Stoiber "volle Unterstützung" erhält.

Trotz der Ostschelte Stoibers ist die CDU in den neuen Ländern der Forsa-Umfrage zufolge mit 31 % wieder stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 29 %. Die Linkspartei kommt auf 26 % - fünf Punkte weniger als in der Vorwoche. Der ARD-Deutschlandtrend sieht die frühere PDS im Osten dagegen weiter vorn, wenn auch nur knapp. Danach kommt sie auf 29 % (minus 1). SPD und CDU liegen im Osten unverändert bei 28 % beziehungsweise 27 %.

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