Umfrage
SPD profitiert nicht von Job-Gipfel

Die SPD hat von der Einberufung des Job-Gipfels und den darin diskutierten Maßnahmen zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit einer Umfrage zufolge zunächst nicht profitieren können.

HB BERLIN. Die Sozialdemokraten verloren bei der so genannten Sonntagsfrage nach dem am Freitag veröffentlichten Politbarometer des ZDF einen Prozentpunkt gegenüber der Erhebung des Vormonats und kamen auf 31 %. Die Union konnte dagegen einen Punkt auf 42 % zulegen. Auch die Grünen, die zuletzt wegen der Visa-Affäre in den Umfragen verloren hatten, verbesserten sich um einen Punkt auf zehn Prozent, während die FDP einen Punkt auf sechs Prozent einbüßte. Die Umfrage berücksichtigt nach Angaben des ZDF die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Job-Gipfel diskutiert wurden, jedoch nicht das Resultat des Treffens. Am Donnerstagnachmittag hatten Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Außenminister Joschka Fischer (Grüne) und die Vorsitzenden von CDU und CSU, Angela Merkel und Edmund Stoiber, eine Reihe von Maßnahmen gegen die Massenarbeitslosigkeit grundsätzlich vereinbart, darunter die Absenkung der Körperschaftsteuer.

Nach der Umfrage sind 76 % der Befragten der Ansicht, dass die Bundesregierung nicht genug zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unternimmt. Nur 17 % halten die Anstrengungen von Bundeskanzler Schröder und seines Kabinetts für ausreichend. Etwas besser schneidet hier die Union ab: Von einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung würden 25 % der Befragten erwarten, dass sie bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit erfolgreicher wäre. 65 % der Befragten sehen keinen Unterschied. Pessimistisch ist ein Großteil der Befragten bei den Erwartungen für einen raschen Abbau der Arbeitslosigkeit. 85 % der Befragten bezweifeln, dass die Probleme auf dem Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren zu lösen sind.

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