Umfrage: SPD steht vor einem Dilemma

Umfrage
Mehr Zustimmung für Merkels Flüchtlingspolitik

SPD steht vor einem Dilemma

Die Linke gewinnt wie die Grünen einen Prozentpunkt hinzu, beide kommen auf 10 Prozent. Die FDP verliert einen Prozentpunkt und erreicht 4 Prozent. Ende Januar war die Union in der Umfrage noch auf 34 Prozent und damit den schlechtesten Wert seit Juli 2012 abgesackt.

Auch mit ihrer umstrittenen Flüchtlingspolitik findet Merkel laut Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF bereits wachsende Zustimmung: 47 Prozent finden demnach, dass die Kanzlerin ihre Arbeit in diesem Bereich eher gut macht, 50 Prozent sind unzufrieden. Im Januar äußerten noch deutlich mehr Bürger Kritik an der großzügigen Aufnahme von Flüchtlingen. In der Politiker-Rangliste verbesserte sich Merkels Zustimmungswert zuletzt leicht auf 1,1 (Mitte Januar: 1,0).

Forschungsgruppe-Experte Jung sieht die SPD derweil weiterhin in einem Dilemma. Denn die Partei habe „ihr strategisches Problem nicht ansatzweise gelöst. Sie befindet sich in einem Drei-Fronten-Krieg.“ Mit der Union konkurrierten die Sozialdemokraten um Wähler in der politischen Mitte, mit der Linken „im klassischen linksideologischen Lager“, mit den Grünen „in den moderneren Lebenswelten“. Nun komme noch die AfD hinzu, die der SPD - wie allen anderen Parteien auch - im kleinbürgerlichen Sektor Konkurrenz mache.

Die SPD hat sich Jung zufolge nach der Ära Schröder „nie getraut, sich zu entscheiden, wen sie gewinnen und wen sie verlieren will. Das kostet auf Dauer Glaubwürdigkeit, das hebt sich auf in der Wirkung.“ Bisher habe die SPD die Ausrede gehabt, „dass sie erstmal Merkel überleben muss“. Nun, da die Kanzlerin selber nicht mehr unangreifbar wirke, sei ein schwaches Abschneiden der SPD weniger zu kaschieren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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