Umfrage
Union sackt auf Rekordtief

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist überzeugt: „Die Wende zum Besseren ist eingeleitet.“ Doch die Bürger sehen das offenbar ganz anders. Die Union fällt einer neuen Umfrage zufolge in der Wählergunst auf ein neues Rekordtief. Auch der SPD ergeht es nich viel besser. Vor allem eines der zentralen Reformprojekte der Koalition kommt überhaupt nicht an.

HB HAMBURG. Bundeskanzlerin Merkel ist sich der Unzufriedenheit der Wähler offenbar bewusst: In der Pressekonferenz nach der gestrigen Kabinettssitzung sprach sie von einem "hohen Maß an Skepsis" und "vielen Enttäuschungen" in der Bevölkerung. Die Bestätigung für diese Ahnung erhielt sie jetzt: Die Union ist nach einer Forsa-Umfrage in der Wählergunst auf den tiefsten Stand seit Beginn der großen Koalition gefallen.

CDU/CSU büßten im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein und liegen nun bei 30 Prozent, berichteten das Magazin „Stern“ und der Fernsehsender RTL. Die Union von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat damit seit Anfang des Jahres rund 10 Punkte verloren. Der Koalitionspartner SPD verharrt weiter bei 29 Prozent.

Die Linkspartei kletterte um drei Punkte auf ein neues Jahreshoch von 12 Prozent. Die FDP sank um einen Punkt auf ebenfalls 14 Prozent. Die Grünen bleiben bei 10 Prozent. Forsa befragte laut „Stern“ 2501 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger vom 21. bis 25. August.

Regierung soll Gesundheitsreform stoppen

Unzufrieden sind die Wähler vor allem mit den Plänen für die Gesundheitsreform. Mehr als drei Viertel der Bundesbürger vertritt der Umfrage zufolge die Auffassung, dass das Vorhaben gestoppt werden sollte. 78 Prozent der Befragten erklärten, dass man die Reform in dieser Form nicht durchführen und die Grundzüge der Reform nochmals neu aushandeln sollte. Nur 9 Prozent sind dafür, dass die Gesundheitsreform so wie von der Regierung beschlossen kommen sollte. 13 Prozent sind unentschlossen.

Kern der Reform ist der Gesundheitsfonds, in den Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzahlen und in den das Geld für die gesetzlichen Krankenkassen fließt. Außerdem soll der Wettbewerb zwischen den Kassen verstärkt werden. Zudem sollen mehr Patienten ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

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