Umfrage: Unmut über Streiks im öffentlichen Dienst wächst

Umfrage
Unmut über Streiks im öffentlichen Dienst wächst

Der Streik im öffentlichen Dienst gegen eine Arbeitszeitverlängerung im Westen sorgt in der Bevölkerung zunehmend für Unmut. Eine Mehrheit hat einer Umfrage zufolge für die Forderungen der der Gewerkschaft kein Verständnis. Unbeeindruckt von der wachsenden Kritik setzte Verdi den Arbeitskampf heute fort.

HB BERLIN. Nach der Umfrage Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF halten 42 Prozent den Streik für richtig, 55 Prozent lehnen ihn ab. Gewerkschaftsmitglieder unterstützen den Streik dagegen deutlich (66 Prozent). Wie die Umfrage weiter ergab, unterstützen die Deutschen die Verlängerung der Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden ebenfalls mit 55 Prozent; 42 Prozent lehnen dies ab.

45 Prozent der Befragten glauben, dass eine solche Erhöhung der Arbeitszeit auch zu einem Wegfall von vielen Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst führen wird. Eine am Mittwoch veröffentliche Umfrage hatte noch ergeben, dass eine knappe Mehrheit der Deutschen Verständnis für den Streik habe.

Im Arbeitskampf des öffentlichen Dienstes ist ein Ende nicht absehbar. Am Freitagmorgen legten erneut zahlreiche Mitarbeiter in mehreren Bundesländern die Arbeit nieder. Im Mittelpunkt standen wie in den Vortagen Autobahn- und Straßenmeistereien sowie Universitätskliniken und Krankenhäuser. Der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), appellierte erneut an die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, einer Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich zuzustimmen.

Am kommenden Montag wollen sich Vertreter der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und Verdi zu neuen Gesprächen treffen. Am Donnerstag waren nach Verdi-Angaben 33 000 Beschäftigte aus Ländern und Kommunen in den Ausstand getreten - 3000 mehr als am Mittwoch.

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