Umfrage: Wenige Unternehmen bauen Lehrstellen ab
Braun: Wirtschaft hält Ausbildungspakt ein

Die Wirtschaft hat bis jetzt bereits 3,5 Prozent mehr Lehrverträge abgeschlossen, als 2003. DIHK-Chef Braun sagte, dieses Jahr werden 30.000 neue Lehrstellen geschaffen.

HB BERLIN. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, ist sicher, dass die deutsche Wirtschaft ihre Zusagen zum Ausbildungspakt einhalten wird. Das Ziel von 30.000 neuen Lehrstellen in diesem Jahr werde deutlich erreicht, sagte Braun am Sonntag im Deutschlandfunk. Bis Ende Juni seien bereits 3,5 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im gleichen Vorjahreszeitraum. Ein Grund dafür sei auch das gut laufende Exportgeschäft.

Nach einer am Wochenende veröffentlichten Umfrage des Magazins «Focus» unter 83 Großunternehmen reagiert etwa ein Viertel der Firmen auf die knappe Lehrstellenlage und stellt mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung. Darüber hinaus will laut «Focus»-Umfrage rund ein Viertel der befragten Unternehmen die Zahl der Lehrstellen konstant halten.

Nur jeder 14. Betrieb verringere dagegen die Zahl der Lehrstellen, berichtet das Magazin. Allerdings konnte ein Großteil der befragten Unternehmen noch keine Auskunft über seine Planungen für das kommende Ausbildungsjahr geben.

In dem Pakt hatten sich die vier großen Wirtschaftsverbände im Juni verpflichtet, drei Jahre lang jeweils 30.000 zusätzliche Ausbildungsplätze anzubieten. Im Gegenzug hatte die Bundesregierung vorerst darauf verzichtet, eine gesetzlich festgeschriebene Ausbildungsquote einzuführen.

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