Umfrage: Wulff-Krise schadet der Union nicht

Umfrage
Wulff-Krise schadet der Union nicht

Die Kredit-Affäre um Bundespräsident Christian Wulff belastet das Image der CDU laut einer Umfrage nicht. Die Union legt in der Beliebtheit zu und erreicht ihren besten Wert seit November 2011. Die FDP verliert weiter.
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BerlinDie SPD kann aus der Kreditaffäre um Bundespräsident Christian Wulff (CDU) einer Umfrage zufolge kein Kapital schlagen: In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Magazin „stern“ und den Sender RTL verlieren die Sozialdemokraten zum zweiten Mal in Folge einen Punkt auf nun 26 Prozent. Die Union klettert dagegen im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 36 Prozent, ihren besten Wert seit Mitte November 2011. Die Grünen verbessern sich um zwei Punkte auf 16 Prozent. Die FDP sackt um einen Punkt auf zwei Prozent ab. Mit zusammen 38 Prozent liegt die schwarz-gelbe Koalition damit vier Punkte hinter Rot-Grün.

Der Bundespräsident werde in der Bevölkerung als das von allen akzeptierte Staatsoberhaupt gesehen, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner in der neuen Ausgabe des Magazins „stern“. Deshalb wirke sich die Wulff-Affäre nicht auf die Werte der Union aus. „Unser Grundgesetz will ja ausdrücklich einen überparteilichen Präsidenten. Das haben die Menschen verinnerlicht.“ Auch das Ansehen der Kanzlerin habe nicht gelitten. „Die Menschen machen Merkel keine Vorwürfe. Sie beurteilen rein das Verhalten des Präsidenten.“ Auch Horst Köhlers Rücktritt sei Merkel nicht angelastet worden.

Wulff steht wegen eines Hauskredits von 500.000 Euro der Unternehmergattin Edith Geerkens, eines günstigen Nachfolgekredits bei der BW-Bank, Gratisurlauben bei Unternehmerfreunden sowie der versuchten Einflussnahme auf Medienberichte zur Kreditaffäre in der Kritik.

Große Zustimmung findet die SPD der Umfrage zufolge in der Bevölkerung mit ihrer Forderung, die Rente mit 67 so lange auszusetzen, bis es genügend Arbeitsplätze für ältere Erwerbstätige gebe. Fast zwei Drittel der Deutschen stützten diese Position.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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    Der Union kann nichtts schaden!
    Eine ersteinmal geistig befahrene Einbahnstrasse ohne Umkehrmöglichkeit führt entweder in den Himmel oder in die Hölle, zu Lebzeiten und früher oder später.
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  • Lynchmobs und Pharisäer
    "Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." Mein Respekt vor Menschen wie Bischof Mixa, Thilo Sarrazin, Adolf Sauerland, Christian Wulff und anderer, medial Verfolgter, wächst von Tag zu Tag. Mein Mitleid gilt den Pharisäern.
    Der Bundespräsident ist hoffentlich über den Berg. Ich ziehe meinen Hut vor Hermann Gröhe, aber insbesondere vor der Bundeskanzlerin. Ein wahrer Fels in der Brandung.
    Mit Verlaub:
    Bettina Wulff ist als souveräne First Lady eine taffe Frau, nicht erst seit ihrem Auftritt beim Neujahrsempfang in der Höhle des Löwen. Chapeau! Ich glaube dass sie jemand ist, mit dem man Pferde stehlen kann? Das soll aber um Himmels Willen aber kein neuer Vorwurf sein! Ich wollte nur einmal eine Lanze brechen.


    Reinhard G. Nießing
    Raesfeld im Münsterland

  • ist doch auch logisch. wulff hat nichts mit der politischen gesinnung der cdu zu tun. hier gehts nur um den bp. natürlich war es der wunschkandidat der koalition, aber parteipolitisch betrachtet ist die wulff-affäre keine gefahr. etwas anderes wäre es, wenn man schäuble oder merkel was anhängen würde.

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