Umfrage zur Euro-Krise

Zwei Drittel wollen Euro ohne Griechenland

Die Bundesbürger sehen in Euro-Krise größte Gefahr für Deutschland. Eine Umfrage zeigt ein gespaltenes Volk, dass sich uneins ist, ob es den Euro abschaffen soll. Klar ist: Die Griechen sollen dies auf jeden Fall.
10 Kommentare
Der Euro ist der Deutschen größte Sorge. Quelle: dpa

Der Euro ist der Deutschen größte Sorge.

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesbürger sehen in der Euro-Krise derzeit die größte Gefahr für Deutschland. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) halten die Krisen-Bewältigung für die dringlichste Herausforderung. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Ungeachtet der Krise finden es 47 Prozent der Befragten gut für Deutschland, in der EU zu sein. 29 Prozent finden es schlecht. Für die EU ist es nach Meinung von zwei Dritteln der Befragten gut, dass Deutschland in der Union ist. Schlecht finden das nur elf Prozent.

Eine klare Mehrheit gibt es zu Griechenland. 69 Prozent der Befragten finden, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheiden sollte. Nur 17 Prozent der Deutschen sind für einen Verbleib.

Wenn es einen Volksentscheid über eine Mitgliedschaft Deutschlands in der EU gäbe, würden 51 Prozent für einen Verbleib stimmen, 28 Prozent würden für einen Austritt votieren. Für eine Beibehaltung der gemeinsamen Währung plädierten 43 Prozent, 41 Prozent wollen die D-Mark wieder einführen.

Dass sich Deutschland am Euro beteiligt, ist nach Ansicht von 65 Prozent gut für Europa. Nur 15 Prozent finden dies schlecht für Europa. Für Deutschland finden 43 Prozent gut, dass es im Euro-Raum ist. 37 Prozent finden das schlecht.

YouGov hat zwischen dem 25. und 27. Juni 1.033 Bürger befragt.

  • dpa
Startseite

10 Kommentare zu "Umfrage zur Euro-Krise: Zwei Drittel wollen Euro ohne Griechenland"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wo werden eigentlich diese Befragungen durchgeführt? In Brüssel bei den EU-Abgeordneten oder in einer forensischen Fachabteilung für Schwerstkriminelle?

  • Wir haben bereits über 2 Billionen seit Einführung des Euro für die EU verballert, Target2 und all die leichtsinnig übernommenen Garantien noch gar nicht gerechnet. Das nennen Sie deutschen Egoismus? Und wofür bluten wir aus? Will ich Ihnen auch sagen: Für die Stabilisierung korrupter Systeme und Seilschaften, die zu einer wachsenden Erodierung des gesamten wirtschaftlichen Systems in Europa und u.a. dazu führen, dass deutsche Steuerzahler griechischen Oligarchen, die nach wie vor keine Steuern zahlen, die Taschen füllen, damit diese sich massenhaft deutsche Immobilien in München, Berlin, Hamburg, Frankfurt kaufen können und so bei uns die Immobilienpreise hochtreiben. Ein weinig Zahlenrecherche hilft, Ihre platte Ideologie - nur ein ausgebluteter Deutscher ist ein guter Deutscher - zu überwinden.

  • Dass noch so viele Deutsche den Euro für Deutschland gut finden, liegt an der systematischen Fehlinformation durch die Medien, die immer noch die sachlich falsche Rot-Grüne und die Schäuble/Merkel-Behauptung wiederholen, Deutschland habe vom Euro profitiert. Das hat es eindeutig nicht, sondern es wurde seither systematisch ausgeblutet wie ein Vergleich sämtliche Daten vor und nach Euro-Einführung belegen. Profitiert haben, entgegen der ebenfalls gebetsmühlenartig wiederholten Falschbehauptungen, allein die PIIGS-Staaten, die sich durch den Euro auf den Weltmärkten zu Deutschland-Niveau Geld beschaffen konnten, wovon sie zu Deutschlands Lasten auch massenhaft Gebrauch gemacht haben. Nun soll Deutschland auch noch für diesen Schwachsinn geradestehen. Und was macht Merkel? Sie behauptet, Eurobonds würde es mit ihr nicht geben, und nickt den verfassungsfeindlichen ESM und den Fiskalpakt ab, der die Schuldenmacherei grenzenlos und bis in alle Ewigkeit fortschreibt und Eurobonds gleichkommt. Und über das Abgreifen der deutschen Bankensicherung und damit der Spareinlagen deutscher Bürger wird jetzt auch ernsthaft diskutiert. Und was macht der Doofmichel? Sitzt vor der Glotze und sieht Fußball ballaballa. Eine auf Vertragsrecht spezialisierte Juristin, Beatrix von Storch, setzt sich seit einiger Zeit massiv und mit maximaler Sachkompetenz gegen die Transferunion ein. Hier kann man sich ihren Protesten anschließen:http://www.abgeordneten-check.de/. Außerdem sollte jeder, der hier wütend postet, die Petition gegen den ESM an den Bundestag im Web unterzeichnen und sich etwa beim Bündnis Bürgerwille, dem Bund der STeuerzahler, der Partei der Vernunft, den Freien Wählern und anderen engagieren und informieren. Das ist für jeden, der nicht ins Ausland ziehen will, was ich derzeit angesichts der Dummheit der Deutschen ernsthaft überlege, Pflicht.

  • Wie gut das Deutschland nicht Europa ist wie Hollande sagte. Dieses engstirnige Denken alle sind schlecht wir sind die guten wird langsam mehr als lächerlich vor allem peinlich!
    Ja, vielleicht ist es wirklich besser wenn wir aus dem Euro gehen und unsere Waren auch nicht merh exportieren!
    Wir immer die Weltverbesserer?- nein wir denken nur noch an uns der rest ist uns egal!

  • Ach Gottchen, Umfrage mit 1033 Befragten. Hat man die Leute in Kreuzberg oder in Wilmersdorf befragt, oder in Landshut oder in Dortmund? Dann sagt man doch tatsaechlich 51% der Deutschen sind für die Eurozone.

  • gebe dir vollkommen recht.

    sag das mal dem querkopf von merkel.

  • Es ist ja schön das der Euro und die EU Vorteile für Griechenland bieten aber welchen Vorteile bietet Griechenland der EU und dem Euro ?

    Keine.

    Das Land hat beiden immens geschadet, deswegen sollte es aus dem Euroraum und der EU entfernt werden.

    Wer ja sagt zur Demokratie muss nein sagen zu Gr; "one rotten apple can spoil the whole basket"

  • Die CDU/CSU gewinnt sofort die nächsten Wahlen, wenn sie wieder eine Volkspartei wird, die auf das Volk und seine Sorgen und Wünsche zu hören beginnt statt arrogant und selbstherrlich dem Volk zu diktieren, was es zu wollen hat: also Stopp dem undemokratischen und verfassungswidrigen ESM, deutscher Euroaustritt, das die einzige vernünftige und langfristig tragbare Lösung der gegenwärtigen finanziellen Probleme in Europa darstellt, und Wiedereinführung von nationalen Währungen, nationaler parlamentarischer Selbstbestimmung und wirtschaftlich-politischer Eigenverantwortung.

    Der Euro ist nicht die EU und die EU ist nicht unser Europa und die Bankenrettung fur die Hochfinanz bedeutet nicht die Rettung, sondern die Verarmung und Ausplünderung Deutschlands und Europas! und den beabsichtigten Marsch in die EUdSSR!

  • Der Zug fährt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Währung.

    Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

    1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

    2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

    3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

    4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt ständig zu verlieren, wie unter dem Euro! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

    5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

    6. Die Abwertungen, zB der Drachme und der Lira, führen zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

    7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

    Deswegen sind als Minimum der ESM Stopp, der deutsche Euroaustritt und die Wiedereinführung der DM notwendig und selbstverantwortliche Länderwährungen in Europa, so wie vor dem Euro, um wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen.

  • Wenn Griechenland statt Deutschland aus dem Euro geht, rast der Zug nur weiter auf die Wand zu und wird der Schrecken am Ende noch größer für Deutschland und Europa.

    Nur Deutschlands Austritt aus dem Euro jetzt und die neue DM mit Heimholung der deutschen Goldreserven aus dem Ausland retten Deutschland vor immer weiteren wahnwitzigen Geldforderungen der anderen und geben gleichzeitig dem Resteuro die nötige Abwertung, um wirtschaftlich wieder wettbewerbsfähig zu werden und die finanzielle Notwendigkeit, die Ausgabenpolitik wieder realistisch an das Maß anzugleichen, daß man sich wirklich volkswirtschaftlich leisten kann

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%