Umfrage: Zustimmung zu Merkel auf Zweijahreshoch

Umfrage
Zustimmung zu Merkel auf Zweijahreshoch

Die Zustimmung der Wähler zu Kanzlerin Angela Merkel steigt auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Während weitere CDU-Minister Höchstwerte erreichen, finden sich die Spitzenpolitiker der FDP am Ende der Liste wieder.
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KölnMitten in der Euro-Krise und dem Tumult um den Bundespräsidenten kann sich Kanzlerin Angela Merkel über eine wachsende Zustimmung bei den Wählern freuen. Die ARD ermittelte in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Deutschlandtrend die höchste Akzeptanz für die CDU-Vorsitzende seit Dezember 2009. Während der Koalitionspartner FDP von den Bürgern extrem kritisch gesehen wird, schneiden CDU-Minister in der Umfrage hervorragend ab.

Den Angaben zufolge sind 63 Prozent der Bürger mit der Arbeit von Merkel zufrieden. Denselben Spitzenwert erreichen auch Finanzminister Wolfgang Schäuble und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (beide CDU). Diese CDU-Troika hat ihre Werte im Monatsvergleich nochmals erheblich verbessert: Merkel um neun Punkte, Schäuble um acht Punkte und de Maizière um sieben Punkte.

Auf Platz vier im Ranking folgt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit einer leicht verbesserten Zustimmung von 58 Prozent (plus 1) vor dem früheren SPD-Finanzminister Peer Steinbrück, der als möglicher Kanzlerkandidat seiner Partei vier Punkte einbüßt und nun auf 53 Prozent Zustimmung kommt.

FDP-Politiker am Ende der Liste
Am Ende der Liste stehen drei FDP-Politiker: Mit der Arbeit von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sind gerade noch 27 Prozent (minus 1) der Bürger einverstanden. Außenminister Guido Westerwelle kommt gar nur auf eine Zustimmung von 25 Prozent (plus 1), die rote Laterne hält FDP-Chef Philipp Rösler mit einer weiter rückläufigen Zustimmung von jetzt nur noch 20 Prozent (minus 2).

Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sie im Moment klar Merkel den Vorzug geben gegenüber den gehandelten SPD-Kandidaten. Im Falle einer Direktwahl zwischen Merkel und Steinmeier würden sich 48 Prozent für die Amtsinhaberin (plus 1) und 38 Prozent für Steinmeier (minus 2) entscheiden. Als Kontrahenten noch günstiger wären für Merkel SPD-Fraktionschef Steinbrück (49 zu 36) und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel (55 zu 30).

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragte dazu in dieser Woche 1.000 Wahlberechtigte.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Warum sind Frau Merkels Zustimmungswerte so konstant hoch? Leider bekommen wir von den Meinungsforschern kaum Auskunft über Ursachen. Frau Merkel ist jedenfalls eine exzellente Kommunikatorin. Außerdem hat sie Bündnisse mit einflussreichen Medien. Ohne ein Bündnis mit dem Springerverlag z.B. kann man in Deutschland nicht Kanzlerin werden. Schließlich lässt die dominierende Stellung Deutschlands in Europa und Deutschlands relativ gute wirtschaftliche Situation seine Regierungschefin natürlich erstrahlen. Aber eigentlich ist sie in der Krisensituation die falsche Führungspersönlichkeit. Sie lässt sich eher vom Meinungsklima treiben, als dass sie mit Sachverstand, unabhängigem Urteil und Weitsicht steuerte. Durch ihre zögerliche Politik, mit der sie sich Salamischeibe für Salamischeibe abschneiden ließ und deren Horizont gerade so weit reicht wie der der veröffentlichten Meinung, hat sie einen ungeheuren wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Natürlich nicht im Alleingang, aber die Mächtigsten tragen auch die größte Verantwortung. Ich vermute, dass sie nicht die geringste Ahnung davon hat, dass die Misere der mediterranen Länder zum großen Teil bloß die Kehrseite des deutschen Erfolgs ist und dass der Euro eine deutsche Falle für diese Länder war, denen der Abwertungsweg versperrt wurde. Sie glaubt wohl tatsächlich, dass es jenen Ländern schlecht geht, weil ihre Bewohner zu viel Urlaub nehmen und zur früh in Rente gehen. Frau Merkel kommt erst dann auf das Wachstumsproblem, wenn alle darauf kommen. Obwohl es eigentlich ein 1x1 der Wirtschaft ist, dass man die Summen nicht addieren darf. Wenn alle sparen, werden nicht alle reicher, sondern ärmer, weil ja auch Investitionen nur etwas bringen, wenn auch jemand kauft.
    Ich würde die Frage nach dem Grund von Frau Merkels hohen Zustimmungswerte so beantworten: weil sie sozial sehr kompetent ist und weil sie sachlich nicht kompetenter ist als der Durchschnitt.

  • Merkel, von Honecker geformt, von Kohl geschliffen.Ich kann dieser positiven Hommage auf Mutti nicht folgen, denn Frau Merkel ist in meinen Augen eher das Synonym für Wendehalserei und politisches Herumschlingern. Das einzige was mich an ihr fasziniert ist, wie sie fast die ganze Volkskammer und deren Minister zu Abnickern und hörigen Kuscheltieren erzog. Ein Dompteur im Zirkus würde da vor Neid erblassen. Gerade das Schweigen im Walde Wulff das bescheinigt ihr, dass sie frei jeglicher geradliniger Richtung ist.Lieber wartet sie in der Ecke ab, was beim Zerfleischungsprozess Wulff-Bild passiert. Für mich sehr (Schein)heilig. aber auch clever. Wer weiß, wie sie ihre Intrigen hintenherum führt, die Politiker a la Augsburger Puppenstube dirigiert. Eine stille und leise Schmierenkomödiantin, die allerdings auch noch den positiven Effekt erhascht, dass das geistig verblödete Volk zwar auf sie biertischmäßig schimpft, aber auch ihr mit Naivität Glauben schenkt.Sie Nutzt einfach genial die Verblödungsmasche der Medien(Vorrangig RTL, Bild bzw. Öffentlich Rechtliches Pay-TV) aus, um ein einst wirtschaftlich starkes Land mit Glanz und Gloria dem Untergang zu weihen, damit sie dem Europäischen Untergangswahn, welcher frei jeglicher menschlicher Vernunft ist, zu fronen.

  • Genossen bleiben Genossen.

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