Umfrage

Zwei Drittel wollen Ende der Merkel-Ära

Sinkende Werte für Angela Merkel: Zwei Drittel der Deutschen sind laut einer aktuellen Umfrage gegen eine vierte Amtszeit der Bundeskanzlerin. In Thüringen und Sachsen ist die Ablehnung besonders hoch.
Eine vierte Amtszeit? Laut einer Umfrage wollen 64 Prozent der Deutschen Angela Merkel nicht mehr als Bundeskanzlerin. Quelle: dpa
Schlechte Umfrage-Werte

Eine vierte Amtszeit? Laut einer Umfrage wollen 64 Prozent der Deutschen Angela Merkel nicht mehr als Bundeskanzlerin.

(Foto: dpa)

Tiefschlag für Angela Merkel: 64 Prozent der Wähler wollen nicht, dass sie nach der Bundestagswahl 2017 Kanzlerin bleibt. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für das Magazin „Cicero“. Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 4. und 9. Mai 2048 Wahlberechtigte befragt. Besonders hoch ist die Ablehnung von Merkel bei den 45– bis 54-Jährigen.

Die Kanzlerin – ein Popstar für Schüler
Die Kanzlerin in der Schule
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Zunächst geht es noch gesittet zu. Im Französischen Gymnasium in Berlin erläutert die kleine Luise der Kanzlerin ihr prämiertes Plakat zum Thema Europa. Angela Merkel hört interessiert zu. Die Elfjährige erklärt, Preis für den Wettbewerb sei ein Selbstporträt mit Kanzlerin.

Merkel lenkt sich mit kleinen Scherzen von der großen Politik ab
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Merkel erstaunt: „Ein Selfie mit mir?“ Luise: „Ja.“ Merkel: „Ist das Selfie schon gemacht?“ Luise: „Nein.“ Merkel: „Wer hat denn den Preis ausgeschrieben, da haben sie mich gar nicht gefragt?“ Luise etwas eingeschüchtert: „Monsieur Legrand.“ Im Foyer des Schulgebäudes macht sich Heiterkeit unter Schulpersonal, Merkels Begleittross und Journalisten breit. Merkel: „Monsieur Legrand - der hat mich nicht gefragt, ob ich für den Preis zur Verfügung stehe.“

Erfahrung mit Selfies
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Die CDU-Vorsitzende hat einen guten Grund, bei Selfies vorsichtig zu sein. Seitdem sie sich mit Flüchtlingen zusammen fotografieren ließ und die Aufnahmen in Internet-Netzwerken millionenfach verbreitet wurden, werfen Gegner der Kanzlerin vor, Hunderttausende Asylbewerber zur Reise nach Deutschland animiert zu haben.

Diskussion mit den Schülern
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Die Flüchtlingskrise und ihre Folgen war auch ein Schwerpunkt der Podiumsdiskussion mit sechs Gymnasiasten und einer Moderatorin, zu der die französische Schule Merkel eingeladen hat. Brav stellen die Schüler der älteren Jahrgänge in der Aula ihre einstudierten Fragen. Spitzen oder Nachfragen bleiben allerdings aus.

Merkel betont die humanitäre Verantwortung
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Merkel betont, dass die Türkei 2,7 Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, der Libanon 1,5 Millionen und Jordanien eine Million. „Müssen 500 Millionen Europäer nicht auch bereit sein (...) auch vielleicht eine Million aufzunehmen?“, fragt die Kanzlerin. Es sei humanitäre Verantwortung, hier auch einen Beitrag zu leisten, gibt sie selbst als Antwort. Den größten Handlungsbedarf aber sieht sie im außereuropäischen Ausland. Vor allem müssen den Flüchtlingen in der Region selbst geholfen werden: „Also Fluchtursachen bekämpfen.“

Wie ein Popstar
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Das ernste Thema bei der Diskussion hat der Popularität der Kanzlerin vor Ort nicht geschadet. Vor der Schule gibt sie noch Autogramme und die Kinder wollen immer mehr Selfies mit der deutschen Regierungschefin.

Willkommene Abwechslung
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Trotz des Zeitaufwandes scheint die Begeisterung der Jugend auch die Kanzlerin anzustecken. Zumindest nimmt sie sich die Zeit, viele Wünsche zu erfüllen. Im Alltagsgeschäft dürfte ihr diese Reaktionen auch so bald nicht wieder begegnen.

Zudem gilt: Je geringer das Einkommen und je niedriger der Bildungsabschluss der Befragten, desto weniger Akzeptanz findet die Kanzlerin. Extrem wenig Zustimmung erhält Merkel in Thüringen. Besonders vehement wird sie von den AfD- und Linkspartei-Wählern abgelehnt. Unterstützung findet die CDU-Politikerin hingegen in Bremen und in Schleswig-Holstein mit jeweils 55 Prozent.

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