Umfrageergebnis
Schwarzarbeit in fast jedem fünften deutschen Haushalt verbreitet

Ob beim Putzen, Rasenmähen oder Babysitten – laut einer Umfrage der Minijob- Zentrale in Bochum hat fast jeder fünfte Haushalt in Deutschland schon einmal eine Hilfe schwarz beschäftigt. Was kaum einer weiß: Sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen werden neuerdings stärker steuerlich gefördert.

HB BERLIN/BOCHUM. Rund 18 Prozent der Befragten gab an, Haushaltshilfen unangemeldet beschäftigt zu haben. Für viele sei dies "ein Kavaliersdelikt", sagte Dominik Enste, Schwarzarbeitsexperte am Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

27 Prozent der Befragten setzen Haushaltshilfen schwarz ein, um Geld zu sparen. Fast jeder Vierte (24 Prozent) macht dies auf Wunsch der Haushaltshilfe. Ein schlechtes Gewissen haben nur wenige (21 Prozent). Laut "Bild"-Zeitung (Montag) beschäftigen vor allem Besserverdienende Haushaltshilfen schwarz. Bei den Haushalten mit einem Nettoeinkommen von mehr als 2 500 Euro lag die Schwarzarbeit-Quote bei 27 Prozent.

Dabei sind sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich begünstigt: Wer einen 400-Euro-Minijob im Haushalt schafft, kann neuerdings sogar 20 (bisher: zehn) Prozent der Kosten steuerlich absetzen.

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