Umfragen
Piraten wollen weitere Landtage erobern

Nach dem Sprung in den saarländischen Landtag sieht sich die Piratenpartei auch in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen auf Erfolgskurs. Nach aktuellen Umfragen könnte die Partei in beide Landtage einziehen.
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BerlinFür die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sei das gute Abschneiden der Piraten bei der Saar-Wahl (7,4 Prozent) „ein positives Signal“, erklärte der Bundesvorsitzende Sebastian Nerz am Montag. „Auch in diesen Bundesländern stehen die Piraten mit starken politischen Themen für den Bürger ein.“ Nach den jüngsten Umfragen haben die Piraten durchaus Chancen, auch in die Landtage in Düsseldorf und Kiel einzuziehen: In Schleswig-Holstein (6. Mai) sehen die Wahlforscher die Piratenpartei zuletzt bei 5 Prozent (Infratest dimap), in Nordrhein-Westfalen (13.Mai) bei 6 Prozent (Forsa).

Im Saarland stimmten 23 Prozent der Erstwähler für die erst 2006 gegründete Piratenpartei. Bundesvorsitzender Nerz sieht darin einen Beweis, dass es eine oft beklagte Politikmüdigkeit nicht gebe. „Wir werden uns für eine bürgernahe Politik und für eine direktere Mitwirkung des Bürgers in der Saarpolitik einsetzen“, kündigte die Spitzenkandidatin der Piraten im Saarland, Jasmin Maurer, nach der Wahl an. Vier Mandate im Saar-Landtag gehen künftig an die Piraten.„Das Ergebnis im Saarland hat gezeigt, dass es nicht nur in Berlin funktioniert“, sagte Torge Schmidt, Spitzenkandidat der Piratenpartei in Schleswig-Holstein. Da Schleswig-Holstein wie das Saarland ländlich geprägt sei, mache sich die Partei auch hier Hoffnung auf ein ähnlich gutes Ergebnis. „Wir waren schon vorher optimistisch und gehen jetzt besonders zuversichtlich in die Wahl“, sagte Schmidt. Auch im Norden setze die Partei größtenteils auf bisherige Nichtwähler und junge Menschen.

Seine Partei im Aufwind sieht auch der Piraten-Kandidat in Nordrhein-Westfalen. „Was wir uns alle erhoffen, sind 5 Prozent plus x. Wir hoffen auf eine Kettenreaktion und den Dominoeffekt“, sagte Joachim Paul der Nachrichtenagentur dpa. Vorwürfe, die Partei werde nicht wegen ihrer Themen sondern nur aus Protest gewählt, ließ er nicht gelten. „Die Hauptaufgabe in NRW und auch bundesweit wird sein, zu zeigen, dass wir keine Spaß-Partei und keine Nein-Partei sind, sondern eine Mitmach-Partei. Wir wollen aktiv mitgestalten.

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