Umfragen

Steinbrück startet mit großem Rückstand

Die SPD liegt in der Gunst der Wähler nach wie vor weit hinter der Union zurück: Zehn Prozentpunkte trennen die beiden größten Parteien. Auch Rot-Grün würde den SPD-Kandidaten derzeit nicht ins Kanzleramt bringen. Auch Steinbrück persönlich muss bei den Wählern noch viel Überzeugungsarbeit leisten.
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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Quelle: dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

(Foto: dpa)

BerlinPeer Steinbrück geht als Kanzlerkandidat der SPD weiterhin mit großem Rückstand seiner Partei auf die Union ins Rennen. Im aktuellen Emnid-Sonntagstrend bleibt die SPD mit 27 Prozent unverändert 10 Punkte hinter der Union (37 Prozent). Selbst Rot-Grün käme zusammen nur auf 40 Prozent - die derzeitige Regierungskoalition trotz der Schwäche der FDP (fünf Prozent) hingegen auf 42 Prozent, wie die Umfrage im Auftrag der Zeitung „Bild am Sonntag“ ergab.

Die Linkspartei kommt auf acht Prozent, die Piraten auf sechs Prozent. Die Sonstigen landen bei vier Prozent. Insgesamt gab es in dieser Woche keine Veränderung zur Vorwoche. Die Umfrage war in den Tagen vor der Bekanntgabe der SPD-Kanzlerkandidatur durchgeführt worden: Emnid befragte vom 20. bis zum 26. September insgesamt 2284 Personen.

Aber auch der Kandidat Steinbrück selbst hat noch viel zu tun: Fast zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) glauben nicht, dass Steinbrück tatsächlich Bundeskanzler wird. Nur 27 Prozent der Befragten erwarten, dass er im nächsten Jahr tatsächlich Kanzlerin Angela Merkel ablöst. Würde der Bundeskanzler in Deutschland direkt gewählt, liegt der frühere NRW-Ministerpräsident gegen Angela Merkel weiter deutlich im Rückstand: Für die CDU-Chefin würden 46 Prozent votieren, für Steinbrück nur 37 Prozent.

59 Prozent halten Steinbrück indes für eine gute Kandidatenwahl der SPD. 26 Prozent finden das nicht. Emnid befragte am Freitag insgesamt 500 Menschen.

Erster großer Auftritt vom SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück

  • afp
  • dpa
  • rtr
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16 Kommentare zu "Umfragen: Steinbrück geht mit großem Rückstand ins Rennen"

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  • Steinbrück wird bei Merkel an die Wand laufen. Steinbrück wird mit der Zeit lauter im Ton um sich Gehör bei der Kanzlerin zu verschaffen, glaubt er. Merkel in ihrer einzigartigen Art bleibt stumm. So lange bis Steinbrück die Stimme(n) versagt(en).

  • Es ist doch eigentlich völlig egal, wr regiert.
    Gegen das Volk sind sie doch alle
    Die Linke ist doch, so komisch das klingt, die einzige Partei, die noch Bürgerrechte vertritt

  • Steinbrück hat für eine Fristverlängerung für Griechenland um viele Jahre plädiert. Unbestritten wird die Sanierung des Haushalts und die Revitalisierung der Wirtschaft Jahrzehnte dauern. Wir sehen das am Beispiel des Aufbau Ost, der zurzeit lahmt. Dieses Verständnis des Zeitrahmens endet aber, wenn nicht überzeugend dargestellt wird, was innerhalb der (verlängerten) Frist die Wende zum Guten bringen wird. Steinbrück schweigt hierzu leider auch, obwohl er als Kanzlerkandidat seiner Gegnerin in inhaltlichen, konzeptionellen und programmatischen Belange überlegen sein müsste, um den Anspruch auf die politische Wende substanzieren zu können. Eine Kritik ist dies angesichts der gerade begonnen Kandidatur nicht. Es ist der Wunsch an alle Wahlkämpfer, an die Stelle von Beliebigkeit und Plakatismus eine Sachstreit zu stellen, der Wählen nicht zur Lotterie macht.

  • ja, das ist alternativlos

  • Als Baden-Württemberger muss ich dieser Aussage widersprechen: was Grün-Rot in BW nach dem jahrzehntelangen schwarzen Filz und erheblichen Altlasten macht, ist gut und zukunftsweisend.

  • Zitat "ehrlichgesagt: "Herr Steinbrueck sollte mal seine Ohren zum Waehler hin ausrichten, dann weis er was der Waehler moechte."

    Ehrlich gesagt ;) erwarte ich in einer Demokratie von einer Partei genau das Gegenteil. Wer sich zur Wahl stellt, soll mir klipp und klar sagen was er/sie zu tun gedenkt und warum er/sie so handeln will. Sagt mir das Parteiprogramm und der Kandidat zu, wähle ich diese Partei. Lehne ich das Parteiprogramm ab, wähle ich sie nicht.

  • Zitat: "Die Wahl wird spannend!"

    Ja, das denke ich auch. Falls Piraten und FDP in den Bundestag kommen, ist eine große Koalition wahrscheinlich. DA aber beide Parteien die 5%-Hürde nicht knacken werden, ist schon jetzt (je nach Umfrage) Rot-Grün vorne. Die Piraten versenken sich gerade selbst und FDP wird sich sputen müssen, um 5,0000001% zu bekommen.

    Steinbrück ist im Vergleich zu Merkel unbestritten der bessere Finanzfachmann. Es wird ihm gelingen, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass er die bessere Alternative in der Krise ist und so räume ich ihm gute Chancen ein.

    Auf Anraten seines Typenberaters wird er auch noch ein paar Kilo abspecken. So kommt er auf den Wahlplakaten auch besser rüber und könnte den Wechsel schaffen.;)

    Aber bis zur nächsten Bundestagswahl ist noch ein Jahr Zeit. Wenn bis dahin ein weiteres Kernkraftwerk seinen Deckel lüftet, wird Trittin Kanzler und wenn der Iran bis dahin seine erste Atombombe ausprobiert hat, ist die Bundestagswahl Nebensache.

  • In der SPD herrscht daher Verwunderung über Steinmeier. Er habe fahrlässig oder naiv gehandelt, heißt es in Parteikreisen. "Warum ist man verwundert in der SPD darueber?
    In der SPD sitzen doch nur naive Politiker. Die Glauben ganz fest daran das Sie 2013 die Bundestagswahl gewinnen.
    Mit solchen Spruechen wie, "Steinbrück fordert Merkel zu mehr Ehrlichkeit in der Euro-Krise auf. Die Kanzlerin müsse den Deutschen "endlich die Wahrheit sagen", sagt der frühere Finanzminister. Griechenland werde sich in den kommenden sieben bis acht Jahren kein Geld am Kapitalmarkt leihen können. "So lange werden wir helfen müssen."
    Es sei nicht möglich, die Daumenschrauben weiter anzuziehen, mahnt Steinbrück. "Die Griechen müssen zu ihren Verpflichtungen stehen, aber wir sollten ihnen mehr Zeit geben."
    Der designierte Kanzlerkandidat schließt eine Zustimmung der SPD zu einem dritten Hilfspaket für Griechenland nicht aus – und wendet sich strikt gegen einen Euro-Austritt des Landes."Wir sollten allen, die martialisch den Rauswurf Griechenlands aus der Euro-Zone fordern, deutlich sagen: Ihr wisst nicht, wovon ihr redet! Die politischen und ökonomischen
    Erschütterungen wären verheerend." Herr Steinbrueck sollte mal seine Ohren zum Waehler hin ausrichten, dann weis er was der Waehler moechte.Sonst gibt es ein Boeses erwachen bei der Bundestagsw. 2013 fuer die SPD wie unter Steinmeier.

  • Nach dieser Umfrage würden 6 Parteien (7, wenn die CSU als eigenständige Partei gezählt wird) ins Parlament kommen, Fast logisch, dass dann eine Zweierkoalition kaum ausreichen würde, um die Mehrheit zu bekommen. Auch Union und F.D.P. haben keine Mehrheit! Mehrheiten sind nach dieser Umfrage nur erreichbar, wenn Union und SPD oder Union und Grüne koalieren. Oder eine Dreierkoalition erfolgt, was aber bei Piraten und Linken derzeit nicht zu erwarten ist.
    Insofern ist es leider sehr wahrscheinlich, dass Frau M. uns weiter als Chefin erhalten bleibt.
    Spannend wird es nur, wenn die F.D.P. knapp scheitert und deren Stimmenanteil neben dem der Sonstigen "aus der Wertung" fällt. Insofern ist die F.D.P. wieder einmal das Zünglein an der Waage, wenn auch in einem anderen Sinne als von ihr erhofft.
    Und unter diesen Erwägungen und unter Berücksichtigung des Amtsbonus von Frau M. ist der Abstand zwischen ihr und Herr S. überraschend gering. Die Wahl wird spannend!

  • DIE TROIKA DER VERLIERER
    ........................
    gabriel
    steinmeier
    steinbrück haben ihre bisherigen
    wahlen alle verloren und somit die
    beste voraussetzung für das nächste
    desaster..
    ..
    steinbrück steht für eine grosse ..
    koalition und beginnt seinen wahl -
    kampf mit einer "falschaussage".
    ..
    spd-wähler sollten wissen, dass die
    zeit für rot-grüne fantasien vorbei
    sind..!!
    ..

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