Union und SPD

Die Spitzen von Union und SPD haben einen Koalitionsvertrag ausgehandelt.

(Foto: Reuters)

Umfrageschock für Volksparteien SPD fällt in Umfrage auf Rekordtief – CDU unter 30 Prozent

Die Querelen rund um die Koalitionsverhandlungen ziehen CDU und SPD runter – für beide Parteien sinkt die Zustimmung.
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Union und SPD wollen koalieren. Sofern die SPD-Mitglieder dem ausgehandelten Koalitionsvertrag zustimmen, steht die Neuauflage der Großen Koalition. An einem Scheitern – verbunden mit Neuwahlen – können die Volksparteien kein Interesse haben. Denn laut einer Umfrage haben beide weiter an Zustimmung eingebüßt.

Die SPD fällt in einer Insa-Umfrage für die „Bild“-Zeitung auf ein Rekordtief von 16,5 Prozent – nur noch 1,5 Punkte vor der AfD. Die Union kommt auf nur noch 29,5 Prozent. „CDU und SPD müssten Neuwahlen fürchten. So unbeliebt war die GroKo noch nie“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert dem Blatt.

Während die Union einen Punkt und die SPD einen halben Punkt gegenüber der Vorwoche abgeben muss, landet die AfD mit 15 Prozent unverändert auf dem dritten Platz im Parteien-Ranking. Je einen halben Punkt können Grüne (13 Prozent), Linke (11,5 Prozent) und FDP (10,5 Prozent) zulegen. Für die Erhebung wurden von Freitag bis Montag über 2600 Bürger befragt. Damit ist in der Umfrage der Verzicht von Schulz auf das Außenministerium berücksichtigt. Schulz hatte dies am Freitag nach innerparteilichen Protesten angekündigt.

Unterdessen ringen die möglichen Koalitionspartner nach parteiinternen Querelen um eine Erneuerung. Die Sozialdemokraten stehen kurz vor einem Führungswechsel: Fraktionschefin Andrea Nahles wird den Parteivorsitz voraussichtlich schon an diesem Dienstag kommissarisch übernehmen. Erwartet wird, dass der bisherige SPD-Chef Martin Schulz seinen sofortigen Rückzug verkündet. In der CDU wurde das Bekenntnis von Parteichefin Angela Merkel zu einer personellen Erneuerung unterschiedlich aufgenommen.

Bei der SPD wollen am Dienstagnachmittag Präsidium und Vorstand über das weitere Vorgehen beraten. Nahles könnte zunächst kommissarisch die Parteiführung von Schulz übernehmen und müsste dann innerhalb von drei Monaten bei einem Parteitag formal gewählt werden.

Bislang hatte Schulz angepeilt, sich erst Anfang März nach dem Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids über den Eintritt in eine Große Koalition von der Parteispitze zurückzuziehen und an Nahles zu übergeben. Nötig wird der schnellere Wechsel, weil die Personalquerelen um Schulz die SPD-Mitgliederbefragung zu überlagern drohen. Eine erneute GroKo ist in der Partei heftig umstritten.

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  • dpa
  • rtr
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3 Kommentare zu "Umfrageschock für Volksparteien: SPD fällt in Umfrage auf Rekordtief – CDU unter 30 Prozent"

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  • Wie passen dazu die „Umfragewerte“, nach denen die Bevölkerungsmehrheit diese GroKot.. wollen?

  • Union unter 30%, Abstand SPD - AfD 1,5 Pünktchen.

    Unter normalen Umständen bedeutete das personelles Generalrevirement bei den sogenannten Noch-Volksparteien.

    Bei der SPD teilweise zu beobachten, bei der Union alles wie gehabt, auch wenn der Untergrund grummelt und schwankt.

  • ES SIND NICHT DIE QUERELEN, ES IST DIE MERKEL

    SIE HAT VERTRAUEN VERSPIELT - VON WERTSCHÄTZUNG IN DER BEVÖLKERUNG KEINE SPUR

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