HB BERLIN. Das ist zwar ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche, die FDP würde damit aber immer noch an der Fünfprozenthürde scheitern. Die Union startet mit unverändert 34 Prozent ins neue Jahr. Die SPD sinkt um einen Punkt auf 24 Prozent. Die Grünen behaupten sich bei 20 Prozent, die Linke erzielt erneut 11 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden 7 Prozent der Wähler stimmen.
Die Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke kommen zusammen auf 55 Prozent. Sie haben damit einen Vorsprung von 17 Prozentpunkten vor dem schwarz-gelben Regierungslager, das 38 Prozent erreicht. Rot-Grün hätte mit 44 Prozent jedoch keine eigene Mehrheit.
Die FDP ist bei genauer betrachtung inzwischen so etwas wie das Synonym für die Verkommenheit, Verrottetheit und Untauglichkeit von dem, was umfassend als "Politik" bezeichnet wird, ein Relikt aus der Überflußgesellschaft, in der es nicht so genau darauf ankam, wer was wie entschieden hat, der Überfluß hats kompensiert, die betriebsblindheit, das Desinteresse und die bequemlichkeit des Durchschnittswählers ließen der Politik ihren Lauf und wer an besten rumtönen und betören konnte, hat die nächste Wahl gewonnen. Die Verhältnisse haben sich aber fundamental geändert, die Parteien und die Verfahren zur Entscheidungsfindung nicht! Unser Land wurde und wird schlecht und unqualifiziert regiert, weil Politikertum an keine Qualifikationen, weder fachliche, noch persönliche, noch menschliche, gebunden ist. Politische Prozesse müssen weg von Personen und hin zu öffentlich diskutierbaren inhalten umgestaltet werden, um wieder zu gesellschaftlichem Konsens zu gelangen. Eine Gesellschaft ohne Konsens ist zum Scheitern in der eigenen Sache verurteilt, genau wie ein Schiff im Sturm mit Maschinenschaden, das einen unfähigen Käpten und eine zusammengewürfelte Mannschaft hat. Orientierungsverlust, Absaufen und Schiffbruch sind vorprogrammiert, alles hängt vom Wetter ab und gleicht einem Glücksspiel...
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