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Umgesattelt: Wie Ex-Außenminister Fischer Unternehmern die Welt erklärt

Der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer erklärt jetzt nicht mehr Politikern, sondern Unternehmen die Welt - er scheint mit sich im Reinen und genießt das neue Leben. Was er mit Madeleine Albright teilt und warum es gut ist, dass der ständige politische Überlebens- und Positionskampf vorbei ist.

Joschka Fischer: Der ehemalige Außenminister genießt sein Leben ohne die Politik. Quelle: ap
Joschka Fischer: Der ehemalige Außenminister genießt sein Leben ohne die Politik. Quelle: ap

BERLIN. Joschka Fischer kommt zu spät. Entschuldigend breitet er die Arme aus. "Berlin, das Wetter, Chaos ?" Auch große Männer haben mit kleinen Problemen zu kämpfen. Dann geht der ehemalige Außenminister rasch in sein neues, noch etwas kahles Büro und lässt sich in den Sessel fallen. Den kleinen Espresso nippt der Gastgeber einfach weg.

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Viel Worte braucht Fischer nicht, um eines klarzumachen: Er hat es auch in seiner neuen Karriere geschafft, ist mit sich im Reinen. Die repräsentative Adresse direkt am Gendarmenmarkt, der Ausblick direkt auf den Deutschen Dom, das edle Namensschild "JF&C" am Eingang, die Liste seiner bekannten Kunden wie Siemens und BMW - das reicht. Zur Einweihung des Büros schaute auch der US-Botschafter vorbei.

Und jetzt sitzt Fischer nicht mehr in der politischen Kontaktbörse "Café Einstein", sondern zwei Etagen über einem der vielen Berliner Ableger - nicht mehr als Elder Statesman, sondern als Geschäftsmann. Diese Rolle will er perfekt spielen wie alle anderen vorher - die des politischen Provokateurs, des Grünen-Aufsteigers, des Außenministers. Eben noch hat er minutenlang über Angela Merkel und die Probleme der schwarz-gelben Regierung sinniert, doziert, diskutiert. Jetzt wird er bei der Frage nach Auftraggebern einsilbig. "Übers Geschäft rede ich nicht." Über Geld schon gar nicht. "Da gilt Vertraulichkeit."

Was an seinen Kunden anders ist als an Politikern, mit denen er früher zu tun hatte? Fischer faltet die Hände und setzt seine alte, nachdenkliche "Ich-erkläre-jetzt-die-Welt"-Miene auf, die auch zum neuen Leben gehört. "Ich treffe bei den Unternehmen auf ein viel größeres Bewusstsein über die Globalisierung und die Notwendigkeit für rasche Veränderungen." Da stimmt die Chemie für den Globalisten.

  • 19.12.2009, 15:01 UhrAnonymer Benutzer: W. Fischer

    ich kann nur Tom beipflichten, brauche die Wirtschaft diese Leute??? Leute die vor Jahren diesen Staat aus den Angel heben wollten, und sogar mit benzinflaschen auf Menschen losgingen? Wie Tom schon ausführte, man ändert sofort seine Meinung wenn das Geld stimmt, egal was man für Mist erzählt. Schande über diese Leute.

  • 19.12.2009, 14:59 UhrAnonymer Benutzer: Herb Gray

    Das sieht man mal wo die Kontakte zusammenlaufen...
    ...ich glaube kaum, dass jemand an Fischers Plattituden interessiert ist, sondern nur an dessen Kontakten. Die hat er als Aussenminister im Dienste und interesse des Deutschen Volkes erworben wofuer er auch mehr als angemessen bezahlt wurde! Nun will diese Kontakte nun im eigenen interesse noch einmal versilbern, da hat er nicht weniger und nicht mehr Anstand und Moral als die banker, das Frankfurter Wuerstchen....
    ....der lacht sich jeden Morgen wieder auf ein Neues ins Faeustchen, und kann es immer noch nicht fassen, dass man mit dreister Frechheit und Plattituden-gespicktem Politikergeschwafel auch als "Geschaeftsmann" noch Geld verdienen kann. Was sind das wohl fuer Geschaeftsmaenner, die mit DEM Geschaefte abwickeln? WER wir dafuer wohl bezahlen muessen????????

  • 19.12.2009, 14:38 UhrAnonymer Benutzer: Saulus

    Was im bericht nicht erwähnt wurde ist, dass Joschka Head des CFR (Council of Foreign Relations) in Europa ist und auch mit der Trilateralen Komission verbandelt ist. Die CFR ist die wohl bedeutenste Rockefeller Stiftung, welche die US-Politik und deren Aussenpolitik vorwiegend bestimmt. Also vom Paulus zum Saulus.

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