Umschichtungsplan
Unionsführung kassiert Kindergeld-Idee

Was in der „Bild“-Zeitung mit einem satten Vierspalter bedacht wurde, hat Unions-Fraktionschef Volker Kauder ganz schnell zum bloßen Versuchsballon zusammengestutzt: Die Idee einer umfassenden Umschichtung des Kindergeldes hat scheinbar keine Aussicht auf Realisierung.

HB BERLIN. Kauder sagte am Dienstagmorgen zum Vorschlag des CDU-Haushaltspolitikers Ole Schröder: „Das ist nicht die Position der Unions-Fraktion“. „Bild“ hatte unter Berufung auf Schröder berichtet, die Arbeitsgruppe Haushalts diskutiere derzeit intensiv über eine drastische Verkürzung der Bezugsdauer des Kindergeldes. Statt bis zum 25. solle es nur noch bis zum 18. Lebensjahr gezahlt werden. Im Gegenzug sollten Eltern für ihre Kinder in den ersten sieben Lebensjahren doppelt so viel Kindergeld wie heute bekommen.

Schröder hatte zu der Idee weiter erklärt, die Neuregelung solle nur für Neugeborene gelten und nicht für Kinder, die bereits auf der Welt seien. Junge Eltern mit meist niedrigem Familieneinkommen würden von höheren staatlichenn Zuwendungen profitieren. Um später Ausbildung und Studium zu finanzieren, sei das Kindergeld nicht mehr zwingend nötig, weil es andere Finanzquellen wie Bafög oder Studienkredite gebe.

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