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Umschuldungs-Debatte: Milliarden-Lasten durch Griechen-Rettung

Eine Umschuldung Griechenlands rückt näher. EU-Währungskommissar Rehn will private Gläubiger daran beteiligen. Damit kommen auf den Steuerzahler in Deutschland Milliarden-Lasten zu.

Angela Merkel. Quelle: Reuters
Angela Merkel. Quelle: Reuters

Brüssel/BerlinIn der Eurozone werden konkrete Modelle einer "sanften" Umschuldung Griechenlands debattiert. Die Euro-Finanzminister hätten bereits am gestrigen Mittwoch über eine "Wiener Lösung" gesprochen, bei der private Gläubiger wie etwa Banken neue griechische Staatsanleihen kaufen würden, wenn die alten auslaufen, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn nach Angaben seines Sprechers. Rehn ist in die Debatten der Minister eingebunden.

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Der Name beruht auf der sogenannten Wiener Initiative, bei der sich 2009 Banken im Rahmen der Rettung von mittel- und osteuropäischen Staaten wie Ungarn, Lettland oder Rumänien bereiterklärt hatten, ihre Engagements in den Ländern aufrechtzuerhalten. Nach Angaben von Diplomaten telefonierten die obersten Kassenhüter miteinander.

Griechenland

Rehn habe ebenfalls bestätigt, dass auch über die Möglichkeit einer freiwilligen Neuaufstellung ("Reprofiling") der griechischen Staatsschuld gesprochen werde, sagte der Sprecher. Bedingung ist laut Rehn, "dass die keinen Zahlungsausfall bedeutet". Nach Einschätzung von Experten würde dies auf eine Laufzeitenverlängerung von Staatsanleihen hinauslaufen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich in einem Brief an seine Euro-Amtskollegen für eine "sanfte" Umschuldung des Krisenstaates und für ein zweites Rettungspaket ausgesprochen. Er pocht dabei auch auf die Beteiligung privater Gläubiger wie Banken und Versicherungen.

Der Wirtschaftsweise Lars Feld hält eine Umschuldung für unausweichlich. "Meines Erachtens ist es nur noch eine Frage des Wann und Wie", sagte Feld im Südwestrundfunk. Realistisch betrachtet habe das Euro-Land keine Chance, seine Schulden zurückzuzahlen. Mit einer sanften Umschuldung - durch den Tausch alter Staatsanleihen gegen neue mit längerer Laufzeit - werde womöglich zwar die Feststellung eines Zahlungsausfalls vermieden. Diese Erleichterung würde vermutlich aber nicht ausreichen, um Griechenland zu sanieren, sagte der Freiburger Ökonom, der dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehört.

Kampf gegen die Schuldenkrise Griechenland zu verkaufen!

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Auch ein neues Hilfspaket kann nach seinen Worten nicht für eine Rettung sorgen, sondern allenfalls eine harte Umschuldung verhindern. "Man möchte also auf keinen Fall, dass Griechenland unkoordiniert, ohne dass die Partner vorbereitet sind, den Zahlungsausfall erklären muss", sagte der Volkswirt.

Eine Umschuldung des Landes wird Feld zufolge auch den heimischen Haushalt treffen, da Deutschland Garantien und Bürgschaften abgegeben habe und sich außerdem an den Verlusten der Europäischen Zentralbank (EZB) beteiligen müsse. Den deutschen Steuerzahler werde dies "mehrere Milliarden" kosten, sagte Feld.

Der weltgrößte Staatsanleihenhändler Pimco plädiert für eine Beteiligung an der Restrukturierung Griechenlands. „Ich befürworte eine Beteiligung des privaten Sektors einfach der Fairness halber“, sagte Andrew Bosomworth, Leiter des Portfoliomanagements der Allianz-Tochter . Er bezweifle aber, dass sich genügend Gläubiger freiwillig beteiligen würden. Pimco selbst halte keine griechischen Staatsanleihen mehr.

  • 10.06.2011, 21:29 UhrAnonymer Benutzer: Curley

    Jeder bekommt das was er verdient. Die Griechen haben sich mit Lügen und Täuschungen in die EU gemogelt. Sie wissen, dass die EU sie nicht Pleite gehen lässt. Sie können die EU nach Belieben erpressen. Die Griechen, Portugiesen, Iren sahnen ab und wir Deutsche zahlen.

    Das ist auch gerecht, weil die Deutschen das Dümmste Volk auf der Welt sind. Jeder Hund schnappt nach einem, wenn man ihm sein Futter aus dem Napf stehlen will. Der Deutsche wedelt noch mit dem Schwanz vor Freude.
    Den Deutschen geht es offenbar im Gesamten immer noch zu gut. Trotz Hartz IV, Mini-Jobs, Leiharbeit etc.
    Die Schmerzgrenze ist offensuchtlich noch nicht erreicht.

    Der dumme Deutsche wählt wieder seine Parteien,die ihn schon seit Gedenken an der Nase herumgeführt haben. Siehe Mehrwertsteuererhöhung damals unter der großen Koalition.

    Die Deutschen wählen FDP, weil die verspricht, die Steuern zu senken. Der dummer Deutsche leidet offenbar unter Gedächtsnisverlust und wird wieder seine Lügnerparteien wählen bei den nächsten Wahlen.

    Wir sind doch alle selbst daran Schuld, deswegen ist es auch ungerecht sich zu beklagen. Der Deustche wird nie auf die Straße gehen und protestieren, ein schönes Opferlamm !!

  • 10.06.2011, 11:00 UhrAnonymer Benutzer: dauerhafte_Alimentierung

    dieser Lügner, Betrüger und Faulenzer mit deutschem Steuergeld.
    Das ist's doch, was Merkel und Schäuble anstreben. Oder ?

  • 09.06.2011, 17:06 UhrZeitzeuge

    Mal sehen, ob der Bundesregierung Steuerdaten-CDs griechischer Anleger in der Schweiz usw. angeboten werden.
    Schäuble kann nur Informationen zu Anlagen von in Deutschland Steuerpflichtigen verlangen, das freut die betuchten Griechen sicherlich... außerdem sind offiziell keine Ermittlungen wegen enstprechender Straftatvermutungen eröffnet, weil nicht möglich (keine internationale Bandenkriminalität)...

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