Umstrittene Gasförderung Hessen will Fracking verbieten lassen

Zu viele Schlupflöcher, keine ausreichenden Forschungsergebnisse: Am Fracking-Gesetz der Bundesregierung lässt Hessens grüne Umweltministerin Priska Hinz kein gutes Haar. Darum plant sie nun einen Alleingang.
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Beim Fracking werden verschiedene Chemikalien in den Boden geschossen, um so Schieferplatten zu zerbrechen, die Gas speichern. Quelle: dpa
Fracking

Beim Fracking werden verschiedene Chemikalien in den Boden geschossen, um so Schieferplatten zu zerbrechen, die Gas speichern.

(Foto: dpa)

WiesbadenHessens schwarz-grüne Regierung will anders als die Bundesregierung ein Verbot der umstrittenen Fracking-Gasförderung. Das von Schwarz-Rot in Berlin vorgelegte Gesetz biete beim Einsatz der „Risikotechnologie“ viele Schlupflöcher, kritisierte die grüne Umweltministerin Priska Hinz am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. Dem stimmte der Koalitionspartner CDU zu.

Die Bundesregierung will die neue Technologie nicht generell verbieten lassen, da diese noch gar nicht richtig erforscht sei. Zudem hält sie das Gesetz in der Länderkammer für nicht zustimmungspflichtig. Die vom Bundesrat verlangten Einschränkungen sollen in den meisten Punkten abgelehnt werden, hatte das Umweltministerium vor einigen Tagen erklärt.

Beim Fracking wird tief unter der Erde Gestein aufgebrochen, damit dort eingelagertes Gas entweichen kann. Dabei kommen in der Regel auch Chemikalien zum Einsatz, weshalb Kritiker vor Umweltschäden und einer Verschmutzung des Grundwassers warnen.

  • dpa
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