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Umstrittenes Bauprojekt: Geringe Beteiligung an S21-Referendum

An dem Referendum über die Zukunft von „Stuttgart 21“ haben sich bislang offenbar nur wenige Baden-Württemberger beteiligt. Das könnte den Bahnhofsgegnern nützen. Zuletzt lagen die Befürworter knapp vorne.

Auszählung der Stimmen in Stuttgart: Bislang ist die Wahlbeteiligung nicht so hoch wie erwartet. Quelle: AFP
Auszählung der Stimmen in Stuttgart: Bislang ist die Wahlbeteiligung nicht so hoch wie erwartet. Quelle: AFP

StuttgartDie Volksabstimmung über das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 hat bei sonnigem Herbstwetter in Baden-Württemberg bis Sonntagnachmittag nur wenig Anklang gefunden. Bis 14.00 Uhr hätten sich nur 20,8 Prozent aller Stimmberechtigten an dem Volksentscheid beteiligt, teilte die Landesabstimmungsleiterin Christiane Friedrich in Stuttgart mit. Bei der Landtagswahl Ende März waren zu diesem Zeitpunkt bereits 30,7 Prozent der Walberechtigten zu den Urnen gegangen.

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Mangels Vergleichsdaten zur Teilnahme an Volksabstimmungen könnten aus der ermittelten Wahlbeteiligung „nur bedingt Rückschlüsse auf die landesweite Abstimmungsbeteiligung“ gezogen werden, teilte die Landeswahlleiterin weiter mit. Der Volksentscheid über den Weiterbau beziehungsweise den Stopp des Bauvorhabens der Deutschen Bahn ist die erste Volksabstimmung in Baden-Württemberg seit 40 Jahren.

Chronologie zu Stuttgart 21 Wie der Streit über den Milliardenbau eskalierte

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Bei der Landtagswahl Ende März, bei der die schwarz-gelbe Regierung in Baden-Württemberg abgewählt worden war, hatten sich letztlich 66,3 Prozent der rund 7,6 Millionen Wahlberechtigten beteiligt. Die Grünen, die den Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof seit Jahren ablehnen, hatten im Frühjahr 24,2 Prozent der Stimmen enthalten.

Mit ersten Ergebnissen der Volksabstimmung wird gut eine Stunde nach der Schließung der Wahllokale am Sonntag um 18.00 Uhr gerechnet, das endgültige Abstimmungsergebnis soll gegen 20.00 Uhr vorliegen. Bei einer Meinungsumfrage hatte sich vor wenigen Tagen mit 55 Prozent eine knappe Mehrheit für den Weiterbau von Stuttgart 21 ausgesprochen.

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Zur Abstimmung steht die Finanzierungszusage des Landes in Höhe von gut 930 Millionen Euro. Die Bürger müssen in der Volksabstimmung entscheiden, ob diese Zusage widerrufen und damit die vertragliche Grundlage für Stuttgart 21 gekündigt werden soll. Gegner des Projekts werden daher mit „Ja“ stimmen, Befürworter mit „Nein“. Eine Enthaltung ist nicht vorgesehen.

Das zur Abstimmung stehende Kündigungsgesetz ist angenommen, wenn die Mehrheit der Abstimmenden mit „Ja“ votiert. Diese Mehrheit muss jedoch aus mindestens einem Drittel aller Stimmberechtigten bestehen. Rechnerisch müssten damit gut 2,5 Millionen Wahlberechtigte mit „Ja“ für das Kündigungsgesetz und damit den Baustopp votieren.

  • 27.11.2011, 19:23 UhrAnonymer Benutzer: Thomas-Melber-Stuttgart

    Das liegt daran, daß ein Ausstieg nicht direkt zum Thema gemacht werden kann, sondern ein sog. "Ausstiegsgesetz". Es geht also um die Zustimmung bzw. Ablehnung dieses Gesetzes. Stuttgarts OB Schuster hat sich übrigens mit einer steuerfinanzierten "Handreichung" an das Wahlvolk gewandt auf daß es ja richtig - im Sinne Herrn Schusters - abstimmt.

  • 27.11.2011, 18:12 UhrAnonymer Benutzer: xxx

    ..
    FRAGESTELLUNG MANIPULIERT ERGEBNIS..
    ....................................
    GRÜNE BESCHÄDIGEN DIE DEMOKRATIE..
    ....................................

  • 27.11.2011, 17:50 Uhrmargrit117888

    Woran man mal wieder sehen kann, wie hoch "interessiert" die deutschen Bürger an bestimtmen Dignen sind.
    Rumkreischen ja, Demo machen ist ja lustig, aber wenn es darum geht, bei Entscheidungen dann mitzumachen, geht keiner hin.
    Klar, eine Abstimmung ist ja auch nicht so lustig, wie eine Demo.
    Man stelle sich dieses verblödete Volk vor und dann Volksabstimmungen über wirklich wichtige Dinge auf Bundesebene.
    Na dann gute Nacht

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