Umstürze in Arabien: Europa profitiert vom Islam

Umstürze in Arabien
Europa profitiert vom Islam

Die Umstürze in unserer Nachbarschaft werden Rückwirkungen auf die europäischen Gesellschaften haben. Auf längere Sicht entkrampft sich das Zusammenleben. Ein Kommentar von Thomas Hanke
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Der Sturz der Despoten in Nordafrika und Arabien ist für uns viel mehr als eine begeisternde Befreiung von Ländern in der direkten Nachbarschaft. Auf mittlere Sicht hat er heilsame Folgen für die europäischen Gesellschaften selbst.

Die Herrschaft der Despoten hat dazu geführt, dass die Beziehungen zwischen muslimischen Zuwanderern und den europäischen Mehrheitsgesellschaften vergiftet wurden. Das geschah von zwei Seiten her: Bei vielen Zuwanderern bildete sich eine Mischung aus Minderwertigkeitskomplexen und Wut auf den Westen, bei einigen Europäern ein herablassender Blick auf die Muslime wegen ihrer kulturellen Rückständigkeit.

Viele Migranten haben es dem Westen nicht verziehen, dass er die weltweite Gültigkeit der Menschenrechte predigt, zugleich aber in Arabien und Nordafrika eine Kleptokratie von Alleinherrschern hofiert, sie mit Wirtschafts- und Militärhilfe stützt und sogar ihre Geheimdienste ausbildet. Die Freunde des Westens schwelgen in Palästen, ihre Opfer darben. Die einzige Hoffnung war bislang die Auswanderung in die einerseits bewunderten, andererseits verhassten europäischen Länder: keine besonders gute Voraussetzung dafür, sich in der neuen Heimat freudig zu integrieren.

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  • Mensch sei Dank, Hanke ist kein Ingenieur! Wäre er bei VW, Ford oder Opel, wäre jede Fahrt mit dem Auto ein Himmelfahrtskommando - so sehr strotzt Hankes "Analyse" von inhaltlicher Logik.

  • Scharia und Menschenrechte schließen einander aus, das scheint Herr Hanke nicht begriffen zu haben. Und die Islam hat mit Demokratie auch nichts, der will Kalifate.
    Träumen Sie weiter Herr Hanke oder sind Sie nur fahrlässig desinformiert?

  • Welches "leuchtende" Mittelalter kann der Autor des Artikels denn in - sagen wir mal - Afrika, Südamerika oder Australien in den Geschichtsbüchern entdecken? Die klassische Philosophie der Griechen wurde von katholischen Mönchen aus den Archiven und sicher auch islamischen Quellen in die Zeit gerettet. Der Islam selbst sah unter wechselnden Herrschern die antiken Schriften mit wenigen Ausnahmen nie als glaubenskonform oder kulturgeschichtlich wichtig an. Im Gegenteil bestand eher die Gefahr, dass die Quellen durch den Islam vernichtet worden wären, wenn es nicht die katholische Kirche gegeben hätte, die den Kulturerhalt als wichtiger erachtete, als die eigenen Dogmen. Und heute sind die Aufstände in islamischen Ländern nur dann Vorbild, wenn man Artikel 20,4 GG als Herausforderung betrachtet, solange nicht geklärt ist, wohin die Entwicklung arabischer Länder steuert. Hier frühzeitig zu frohlocken, sollte einem nach der iranischen Revolution von 1979 eigentlich verboten sein.

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