Umweltministerin Hendricks
Studie belegt Zweifel an Diesel-Updates

Die Autoindustrie will Dieselfahrzeuge per Update nachrüsten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bestärkt hingegen die Forderung nach technischen Nachbesserungen, die über Softwarelösungen hinaus gehen.
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BerlinBundesumweltministerin Barbara Hendricks hat ihre Forderung von Nachbesserungen an Diesel-Motoren über Software-Updates hinaus mit einer Studie untermauert. Neue Steuerprogramme allein seien nicht genug, um den Stickoxid-Ausstoß der Fahrzeuge ausreichend zu verringern, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Berlin. Sie stützte sich dabei auf eine von ihr in Auftrag gegebene Untersuchung des Umweltbundesamtes (UBA).

Demnach reichen die beim „Diesel-Gipfel“ am 2. August beschlossenen Maßnahmen nicht aus, damit in den von einer erhöhten Stickoxid-Belastung betroffenen Städten der zulässige Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter eingehalten werden kann. Sie forderte stattdessen eine Nachrüstung der Fahrzeuge. Auch Kfz-Händler sprachen sich dafür aus, die Autos nachzubessern.

Die Studie habe ergeben, dass ein Software-Update für die betreffenden Diesel-Autos die Stickoxid-Belastung in den Städten um einen einstelligen Prozentsatz reduziere, sagte Hendricks. Das sei zu wenig. Auch die Umtauschprämie für den Wechsel auf umweltfreundlichere Autos werde nur zu einer Minderung von etwa zwei Prozent führen, wenn die älteren Diesel-Fahrzeuge gegen neue Diesel-Wagen mit der Euro-6-Norm ausgetauscht würden. Als Diesel-Alternative seien nur Fahrzeuge mit der Norm Euro-6d sinnvoll, sagte die Ministerin. Ansonsten empfehle sie den Kauf verbrauchsarmer Benziner, von Hybrid- oder Elektroautos.

Das UBA hatte die beim Diesel-Gipfel beschlossenen Maßnahmen für zwei Straßen hochgerechnet: Die Landshuter Allee in München mit einer durchschnittlichen Stickoxid-Belastung von 80 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und die Parcusstraße in Mainz mit 53 Mikrogramm. In München würde die Maßnahmen die Belastung auf 75 Mikrogramm senken, in Mainz auf 51 Mikrogramm.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der Autohändler vertritt, kritisierte die Weigerung der Autoindustrie, Motoren kostenfrei mechanisch nachzurüsten. „Hardware-Lösungen sind zwar aufwendiger als die angekündigten Software-Updates, aber viel wirksamer“, sagte ZDA-Präsident Jürgen Karpinski dem „Handelsblatt“. Er wies darauf hin, dass auch Besitzer von Diesel-Autos mit neu programmierter Software von Fahrverboten sein könnten. „Das Grundvertrauen der Kunden lässt sich nur durch eine technische Nachrüstung zurückgewinnen“, sagte der Chef des VW-Händlerverbandes, Dirk Weddigen von Knapp.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umweltministerin Hendricks: Studie belegt Zweifel an Diesel-Updates"

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  • Was jammert da uns die Ministerin vor ???

    VW hat nicht erst seit 2010 ganze 20% der VW Aktien in der Hand !!!

    UND DANN WILL DER DEUTSCHER STAAT UNS ERZÄHLEN DASS DER DEUTSCHER STAAT KEINEN DURCHBLICK HATTE BEI SOVIELE EINGESETZTE MILLIARDEN VON EURO ???

    Der Deutscher Staat wußte auch von nichts ???

    DANN SOFORT BEI DER COMMERZBANK NACHSCHAUEN, was da der Deutscher Staat mit seine 25% Anteile alles bekannt und Unbekannt ist !!!

    SONST BRINGT DIE 25% Anteile der Aktien nichts an nutzen !!!

    :-)))

    DEUTSCHER STAAT KANN MAN NUR NOCH AUSLACHEN !!!
    Kein Wunder !!!

    Zu mir sagte man im Rathaus : " Wozu wollen Sie die Deutsche Staatsangehörigkeit , daß man Deutsche Papiere hat heißt nicht daß man deutscher ist ! "

    Das war 1985 !!!

    UND HEUTE 2017 WIE VIELE NICHT DEUTSCHE MIT NUR DEUTSCHER PASS SIND IN DER REGIERUNG IN BERLIN DABEI ???

    Die sind dabei ... ABER SCHLÄGT DERER IHRER HERZEN AUCH TATSÄCHLICH FÜR DIE DEUTSCHE NATION WENN ES EINES TAGES DARAUF ANKOMMT ??? :-)))

  • Wissen ist Macht, Nichtwissen macht auch nichts! Alter Spontispruch. Herr Bast hat den Finger in die Wunde gelegt. Man müßte halt nachvollziehbar und keine willkürlichen um nicht zu sagen nicht realisierbaren Grenzwerte festsetzten. Sitze ich an meinem Schreibtisch 9, 9, 10 oder mehr Stunden im Büro oder an der Straßenkreuzung/Bordsteinkante in Stuttgart oder Mainz? Frau Hendricks sie haben einen Eid geschworen, zum Wohle des deutschen Volkes. Wenn Sie sich dann zu einer Sache äußern sollte das den Sachverhalt wenigstens richtig und vollständig widergeben. Das Links-Grüne-Gesocks hat in Brüssel Grenzwerte durchgesetzt die jenseits jeder Realität sind. Ich jedenfalls weiß, welche Partei ich am 24.9.17 mit Sicherheit nicht wählen werden - die Sonderbare Partei Deutschlands. Oder hat man aus Paris, Rom, Mailand, Madrid u.a. Großstädten irgendetwas gehört wg. Nichteinhaltung von Grenzwerten. Nein. Die Franzosen, Italiener, Spanier und alle anderen EU-Staaten waren so intelligent, daß sie ihre Meßstationen dahin gebaut haben wo sie realistische Werte messen. In Deutschland stehen die dank dem links-grünen-gesocks an der Bordsteinkante. Wie realistisch.

  • Das Umweltministerium war seit vielen Jahren in grüner oder roter Hand. Und niemals hat sich ein Umweltminister die Mühe gemacht, Emissionen von Dieselfahrzeugen zu prüfen. Und jetzt plötzlich...
    Die Politik aller Farben sitzt mit den Autoherstellern im Boot. Da ist es angesagt BEHUTSAM nach Lösiungen zu suchen.
    Es geht schließlich um ca. 15% aller deutschen Arbeitsplätze.
    Also... BEHUTSAM... und das heißt auch leise und konstruktiv bitte.

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