Umweltministerium rechnet mit zahlreichen Umsteigern
Trittin fordert von Ländern Zuschüsse für Rußfilter

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat die Bundesländer aufgefordert, den Weg für eine stärkere Bezuschussung von Rußpartikelfiltern bei älteren Dieselautos freizumachen.

HB BERLIN. „Ich verstehe die Länder nicht, dass sie sich in diesem Punkt zieren“, sagte Trittin am Montag in der ARD. Die Länder nähmen 11 Milliarden Euro zusätzlich durch höhere Steuern und den Verkaufsboom bei Dieselfahrzeugen ein. „Da müssen doch 1,5 Milliarden für Nachrüstung und Luftreinhaltung übrig sein“, sagte Trittin. Angesichts der drohenden Überschreitung der neuen Grenzwerte für Feinstaub wundere er sich, „wie oft man die Realitäten verdrängt“, sagte Trittin.

Nach den Vorstellungen der Bundesregierung spart derjenige 350 Euro, der bis 2007 ein Neufahrzeug mit der neuen Filtertechnologie kauft. Bei der Nachrüstung von Altfahrzeugen beträgt der Steueranreiz 250 Euro. Die Förderung bringt voraussichtlich 1,5 Milliarden Euro weniger Einnahmen. Das Umweltministerium geht davon aus, dass es durch den massiven Umstieg der Autofahrer von „Benzinern“ auf Diesel-Fahrzeuge aber zu Kfz-Steuermehreinnahmen kommen werde. Bayern hatte die Pläne abgelehnt.

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