Umweltschützer
Greenpeace-Aktivisten besetzen Atomkraftwerk Fessenheim

Greenpeace-Aktivisten bekräftigen mit einer Besetzung des französischen Atomkraftwerks Fessenheim ihre Forderung nach sofortiger Stilllegung alter Atomanlagen. Die Grünen in Paris begrüßen die spektakuläre Protestaktion.
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StraßburgMit einer symbolischen Besetzung des französischen Atomkraftwerks Fessenheim am Oberrhein haben mehrere dutzend Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace ihre Forderung nach einer sofortigen Stillegung alter Atomanlagen bekräftigt. Nach Angaben des Pariser Innenministeriums überwanden rund 40 Atomkraftgegner am frühen Morgen die Absperrung. 34 von ihnen seien festgenommen worden. Die in Paris mitregierenden Grünen begrüßten die spektakuläre Protestaktion.

Greenpeace zufolge beteiligten sich insgesamt rund 60 Atomkraftgegner aus Frankreich, Deutschland und zwölf anderen europäischen Ländern an der Aktion. Demnach fuhren Aktivisten mit einem Lkw bis an die Absperrung und überwanden den Sicherheitszaun dann mit Hilfe von Leitern. Eine Gruppe kletterte anschließend auf die Betonkuppel eines der beiden Reaktoren und brachte dort ein Transparent mit der englischen Aufschrift „Stop Risking Europe“ an. Das Akw Fessenheim ist das älteste Atomkraftwerk Frankreichs.

Während Gendarmen das Atomkraftwerk umstellten und Demonstranten festnahmen, tauchten nach Angaben eines AFP-Reporters am Vormittag 13 andere Greenpeace-Aktivisten mit Gummibooten auf dem Rheinkanal auf, an dem das Akw liegt. Sie breiteten ein Transparent mit der Aufschrift „Future is renewable, stop nuclear“ („Die Zukunft ist erneuerbar, stoppt die Atomkraft“) aus.

Der Leiter des Akw, Thierry Rosse, betonte, kein Aktivist sei in den radioaktiven Bereich der Anlage eingedrungen. „Das ist das Wichtigste“. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, die „reine Medienaktion“ habe zu keinem Zeitpunkt die Sicherheit der Anlage gefährdet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) erklärte hingegen, die Aktion sei „erschreckend problemlos“ verlaufen, was auf „massive Sicherheitsmängel“ hinweise.

Fessenheim liege nur einen Kilometer westlich der deutsch-französischen Grenze, betonte Susanne Neubronner von Greenpeace Deutschland. Ein schwerer Reaktorunfall dort könnte auch „weite Teile Deutschlands für Jahrzehnte unbewohnbar machen“.

Umweltschützer auf beiden Seiten des Rheins fordern seit Jahren die Stilllegung des Akw. Sie verweisen auf das hohe Erdbebenrisiko im Rheingraben. Nach Ansicht der Atomkraftgegner könnte bei einem Beben der Damm des Rheinkanals brechen und das Akw überschwemmt werden. Die beiden 900-Megawatt-Reaktoren von Fessenheim wurden 1977 und 1978 in Betrieb genommen.

Der sozialistische Präsident François Hollande hat die Stilllegung des Meilers am Oberrhein bis Ende 2016 versprochen. Fessenheim ist das einzige der 19 französischen Atomkraftwerke, dessen Schließung vorprogrammiert ist.

Umweltschützern ist es bereits wiederholt gelungen, auf Gelände französischer Atomkraftwerke zu gelangen. Erst Anfang März waren in Südfrankreich 29 Greenpeace-Aktivisten wegen Hausfriedensbruchs zu dreimonatigen Bewährungsstrafen verurteilt worden, weil sie im vergangenen Sommer in die Atomanlage Tricastin in Südfrankreich eingedrungen waren. Die Umweltschutzorganisation will mit diesen Aktionen nach eigenem Bekunden auf eklatante Sicherheitslücken der Atommeiler hinweisen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umweltschützer: Greenpeace-Aktivisten besetzen Atomkraftwerk Fessenheim"

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  • Greenpeace???

    Ist das nicht diese Pseudoumweltorganisation die von den Bilderbergen gegründet wurde?

    Seit Jahren werden toxische Stoffe weltweit über Städte versprüht!!! ( Chemtrails )

    Der Himmel ist voller giftiger Chemtrails!

    Warum protestiert Greenpeace nicht gegen Chemtrails?

    Warum berichten die gleichgeschalteten Massenmedien nie über Chemtrails?

    Wer steht hinter Greenpeace und den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Wer mehr über Chemtrails und die Pseudoumweltorganisation Greenpeace wissen möchte,
    sollte bei youtube nach "Werner Altnickel" suchen.

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