Umweltschützer und ADAC
Ramsauer soll die Pkw-Maut begraben

Es scheint egal zu sein wen man fragt. Umweltschützer, der ADAC und die Bundesbürger lehnen eine Vignette für deutsche Autobahnen ab. Morgen entscheidet die Koalition, wie sie mit dem Plan des Bundesverkehrsministers umgehen.
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BerlinDie von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer geplante Pkw-Maut auf Autobahnen stößt auf wenig Gegenliebe. Umweltschützer und der ADAC kritisierten das Vorhaben des CSU-Politikers am Wochenende gleichermaßen scharf. Ramsauer fordert, dass die drei Parteichefs von CDU, CSU und FDP morgen beim Koalitionstreffen über seinen Vorschlag beraten.

Ramsauer will für die Nutzung der deutschen Autobahnen künftig eine Pkw-Gebühr erheben. Er plant die Einführung einer Vignette, wie es sie in der Schweiz und in anderen europäischen Staaten bereits seit Jahren gibt. Der 58-Jährige hatte dafür kürzlich ein Finanzierungskonzept für den Koalitionsausschuss vorbereitet.

Zwtl.: BUND wirft Ramsauer Koalitionsbruch vor

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warf Ramsauer vor, mit dem zusätzlichen Geld neue Autobahnen und Ortsumgehungen bauen zu wollen, statt in die Sanierung zu investieren. „Damit bricht er die Koalitionsvereinbarung, die dem Erhalt der Autobahnen und Bundesstraßen Priorität vor einem Neubau einräumt“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Die Verlierer einer Vignettenlösung wären zudem die Kommunen und Länder, die von den Mauteinnahmen keinen Cent erhielten und gleichzeitig die negativen Auswirkungen einer falschen Verkehrspolitik ausbaden müssten, sagte der Verkehrsexperte der Umweltorganisation, Werner Reh. Der BUND forderte die Regierungsspitzen auf, den Vorschlag Ramsauers abzulehnen.

Zwtl.: ADAC fordert Investitionen in Fernstraßen

Kritik kam auch vom ADAC. Statt „mit Populismus bayerische Provinzpolitik“ zu betreiben, sollte sich die Regierung mit gezielten Infrastrukturinvestitionen in die deutschen Fernstraßen beschäftigen, sagte der Präsident des Automobilklubs, Peter Meyer. Dadurch würde die europaweit geforderte Wachstumspolitik unterstützt, ohne den Bürgern dafür noch tiefer in die Taschen zu greifen. „Auch an bayerischen Stammtischen müsste mittlerweile bekannt sein, dass eine Autobahngebühr keine zusätzlichen Milliarden von ausländischen Pkw-Fahrern einspielen würde“, sagte Meyer.

Derweil sind drei von fünf Bundesbürgern gegen eine Pkw-Gebühr auf den deutschen Schnellstraßen. In einer repräsentativen Emnid-Umfrage sagten 61 Prozent „Nein“ zu der Regelung. Für das Meinungsbild befragte TNS-Emnid im Auftrag des Magazins „Focus“ 1.007 Bundesbürger.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nun auch die neue Idee hier LWKs mit Oberleitungen zu versorgen, ist keine so gute, denn damit verschwanteln wir die Umwelt! und die kosten will sowieso keiner, warum steigen wir nicht auf Gas bei den LKWS oder andere Technologien?? Hybrid oder was? Unsere LWK Bauer MAN, Scania und co dürften doch hier bestimmt Neuerungen und Innvoationen parat haben, anstatt diese "seltsamen Oberleitungen"

    Wie wäre es mal das Modell Augsburg die die Trasm ohne Oberleitungen fahren lassen, hier etwas besser zu bemerken.

    Auch die vielen tötlichen Motorradunfälle auf unseren Straßen derzeit warum gibt es eigentlich keine Pflichtteilnahme jedes Jahr vor Start der Motorradsaison an einem Sicherheitstraining, ohne das vielleicht auch gar keine Versicherungsanmeldung des Motorrads möglich wäre? Nur eine Idee von mir!

    Und die PKW Maut tja ein Thema das immer wieder auftaucht, und warum wir uns so wehren, wenn ganz Europa hier schon längs sowas hat - tja macht doch mal den Versuch mit den Aufkleber/Vinette aber derzeit nur für die ausländischen Mitbenutzer, für uns Deutsche erlasst uns die KFZ-Steuer und dann reden wir weiter!

  • Was kommt bisher im Straßenverkehr an. Um den Autofahrern ein fahren zu ermöglichen.

    Die Benzinpreise sind Steuerüberbelastet. Mit Bioethanol machen wir die Umwelt kaputt und treiben Menschen anderer Kontinente in den Hungertod. In Benzinpreisen sind Abgaben für Pflegeversicherungen enthalten, obwohl nicht jeder tankende Anspruch auf diese hat. Und ca. 10 Prozent der KFZ-Steuer landen tatsächlich in Straßen.

    Der Autofahrer bekommt immer mehr Kritik für SUV`s, aber Geld für Schlaglochreparaturen – Fehlanzeige. In manchen Gebieten sind die Straßen doch schon jetzt nur mit schwerem Gerät befahrbar.

    Jedes Jahr wird man in Deutschland vom Winter überrascht. Es wird schlechter nicht besser.....
    mehr http://denkansatz.com/index.php/8-hmm/7-8-punkte-plan-part-iii

  • Eine durchaus denkbare Lösung. Ich würde jedoch dafür plädieren, die KFz-Steuer auf den Spritpreis umzulegen. Dann bezahlt jeder der die Strassen benutzt. Vielfahrer mehr, andere weniger.

    Ich halte es für absolut ungerecht, dass die Käufer von Neuwagen von der KFz-Steuer befreit sind. Nicht jeder ist in der Lage sich alle X-Jahre ein neues Fahrzeug zu kaufen. Außerdem benutzen auch die Fahrer/innen die Strassen welch instand gehalten oder neugebaut werden. Dafür sollen die auch zahlen.

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