Uneinigkeit mit Eichel
Schröder will Gold in Bildung verwandeln

Die Bundesregierung will einen Teil der Goldreserven verkaufen. Doch wofür der Erlös genutzt werden soll, darüber sind Kanzler und Finanzminister uneins.

HB BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich gegen Pläne seines Finanzministers Hans Eichel (SPD) gewandt, den Erlös aus dem Verkauf von Goldreserven für die Tilgung von Schulden zu verwenden. Jeder Finanzminister wolle Geld haben, um Schulden abzubauen, sagte Schröder dem Nachrichtenmagazin «Focus». Er selbst fände es besser, das Geld in einem Fonds fließen zu lassen, aus dem Bildungs- und Forschungsvorhaben gefördert werden könnten. «Die Goldreserven sind Vermögen des deutschen Volkes. Und das sollte dem deutschen Volk zur Verfügung gestellt werden und nicht der europäischen Zentralbank», sagte er.

Des Weiteren will Schröder die Eigenheimzulage streichen und die frei werdenden Mittel in Bildungsaufgaben investieren. Er sei sicher, dass die Union ihren Widerstand gegen die Streichung der Eigenheimzulage aufgeben werde, sagte er. In Zeiten, in denen ein Überangebot an Wohnraum bestehe, sei es sinnvoller, das Geld wo anders zu investieren.

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