Unfälle mit Autopilot: „Die Fahrzeuge werden zur Datenkrake“

Unfälle mit Autopilot
Deutsche wollen Autobauer haftbar machen

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„Die Fahrzeuge werden zur Datenkrake“

Die Bundesbürger sind der Umfrage zufolge in dieser Hinsicht immerhin schon einmal bereit, Fahrzeugdaten Dritten zur Verfügung zu stellen. Jeder Neunte (11 Prozent) würde dies grundsätzlich tun, rund jeder Zweite (48 Prozent) wenn damit ein gesellschaftlicher Nutzen wie ein besserer Verkehrsfluss oder die Aufklärung von Straftaten verbunden ist.

Jeder Dritte (32 Prozent) wäre einverstanden, die Daten speichern und nutzen zu lassen, wenn er dadurch persönliche Vorteile hätte, etwa individuelle Verkehrsmeldungen oder eine Parkplatzreservierung am Zielort. Drei Viertel der Befragten (75 Prozent) fordern zudem, dass in selbstfahrenden Autos serienmäßig eine Black Box wie in Flugzeugen eingebaut wird, um bei Unfällen die Ursache aufzuklären.

Die Grünen warnen allerdings schon vor großen Nachteilen für die Autofahrer. „Die Fahrzeuge werden zur Datenkrake, wenn Fahrdaten bis zu drei Jahre lang gespeichert werden dürfen“, konstatierte der Verkehrsexperte der Grünen-Bundestagsfraktion, Stephan Kühn. Auf diese Daten sollen Behörden und Versicherer laut den Dobrindt-Plänen zugreifen dürfen.

Auch verweist sein Gesetz immer wieder darauf, dass die Fahrfunktionen aber auch der Datenspeicher den internationalen Vorgaben entsprechen müssen – die aber noch gar nicht beschlossen oder gar verhandelt sind. Es sei „ungewöhnlich“, auf Vorschriften zu verweisen, „die noch nicht einmal im Ansatz existieren“, kritisiert denn auch der ADAC.

Für die Autoindustrie ist indes das Gesetz für die Entwicklung selbstfahrender Autos von großer Bedeutung. Dobrindt macht denn auch deutlich, dass er Deutschland zum Leitmarkt solcher Fahrzeuge machen wolle.

Dietmar Neuerer
Dietmar Neuerer
Handelsblatt / Reporter Politik

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  • @ Max Marx
    Erster Satz: absolut korrekt
    Zweiter Satz: Schauen Sie sich die Unfallstatistik an, welxche Altersgruppe die meisten Unfälle baut. Jugendlicher Leichtsinn bzw. Übermut tut selten gut. Und in der von der Werbung suggerierten "Festung Auto" kann einem ja gar nichts mehr passieren. Einen Autopilot würden vermutlich daher auch eher ältere Autofahrer verwenden.
    Ich werde einen Autopiloten aber aus einem ganz anderen Grund nicht verwenden: er schränkt meine individuelle Freiheit ein. Zudem fahre ich bewusst ein Auto, bei dem noch sehr wenig digitalisiert ist - und verzichte BEWUSST auf diverse Annehmlichkeiten. Lassen Sie sich diese Worte des Ford-Europa-Chefs einmal auf der Zunge zergehen:
    "Der heutige Ford-Europa-Chef Jim Farley sagte während einer Podiumsdiskussion auf einer Computermesse in den USA: "Wir kennen jeden Autofahrer, der die Verkehrsregeln bricht. Und weil GPS in den Autos ist, wissen wir, wo und wie jemand das tut." Als Farley die Tragweite seiner Worte erkannte, versuchte er sie mit einer Erklärung abzuschwächen. Doch die Äußerung war in der Welt. Und sie war entlarvend: Es geht um Überwachung, die Analyse der gespeicherten Daten sowie um die Möglichkeit, daraus massenhaft Fahrprofile erstellen zu können."
    http://www.stern.de/auto/service/datenerfassung-im-auto--spione-an-bord-3460754.html
    Wenn Überwachung technisch möglich ist, dann wird sie auch gemacht werden - und am besten so, dass der Überwachte seine eigene Überwachung auch noch bejubelt - wie etwa bei den Spyphones.

  • Gibt es überhaupt "sichere" Digitaltechnik? Handys werden gehackt, über den Fernseher kann man in fremde Wohnzimmer schauen, Banken, Kreditkartenfirmen usw werden gehackt. Aber der Vollkasko-Deutsche will natürlich für nichts die Verantwortung übernehmen. Wenn der Fahrer entscheidet, sich dem autonomen Auto anzuvertrauen, so trägt er dafür auch die Verantwortung. Punkt. Noch dazu, wenn offenbar 25% vorhaben, den Verkehr dann komplett zu ignorieren und lieber andere Dinge tun wollen. Wenn die Technik nicht hinreichend sicher gemacht werden kann, darf sie halt nicht eingeführt werden - bloß weil heute alles "digital" sein muss.

  • Der Lenker ist verantwortlich ... sonst niemand.
    Das eigentliche Problem wird das Heer der über 80 jährigen ... !!!

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