
Warum macht Lichtenthaler sowas? Im Gegensatz zu anderen (Guttenberg läßt grüßen!) hat er es doch nicht nötig?! Ist der Publikationsdruck sooo stark?? Ist das die Spitze eines Eisbergs?

ja, das ist die Spitze eines Eisbergs
Das sind die Kinder der 68er, die nehmen es nicht so genau

Man soll nicht so tun, als ob statistische Konzepte wie Signifikanztests für die Wirtschaftswissenschaften eine nennenswerte Relevanz hätten. Es gibt nur selten die Möglichkeit der Datengewinnung mithilfe wissenschaftlich sauberer Experimente. In wirtschaftswissenschaftlichen Publikationen dient häufig die Verwendung naturwissenschaftlicher Test-Terminologie dazu, reiner Spekulation eine Atmosphäre der Glaubwürdigkeit und Objektivität zu verleihen.
Ähnliche Einschränkungen ließen sich auch gegenüber der Klimaforschung ins Felde führen, die es ja - wie die Wirtschaftswissenschaften - mit einer Empirie zu tun haben, deren Kausalstruktur unbekannt ist.
Und was die Mehrfachpublikation von Aufsätzen mit geringer Variation der Variablen betrifft, so ist dies eine weitverbreitete Krankheit an deutschen Hochschulen. Unter anderem liegt die Wurzel des Übels in der Bevorzugung der Forschung gegenüber der Lehre auch in Disziplinen, bei denen es nicht viel zu forschen gibt.

Unter anderem liegt die Wurzel des Übels in der Bevorzugung der Forschung gegenüber der Lehre auch in Disziplinen, bei denen es nicht viel zu forschen gibt.
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Das wird auch der Grund sein, warum sich so viele "Experten" langatmig über Sachverhalte auslassen, die unsere Großmütter kurz und knackig mit einer Redensart begegneten - nur mit dem Unterschied, dass sofort jeder wusste, was gemeint war.

Das Kernproblem ist der extreme Zwang zu immer mehr Publikationen. Will man eine Hochschulkarriere machen, muss man so viel wie möglich veröffentlichen.
Dabei ist klar, dass auch wirklich gute Wissenschaftlicher in ihrem Leben wohl kaum mehr als ein knappes Dutzend genuiner Ideen haben, die es wirklich lohnt zu veröffentlichen und die die Wissenschaft tatsächlich voranbringen. Bei B-Klasse Wissenschaftlern - und das sind die meisten - dürften es auch nur 2-3 wirklich neue Ideen sein.
Dass bei einer Publikationsliste von 50 und mehr Veröffentlichungen das meiste völlig redundant ist, kann man sich denken...

tja, die wirtschaftswissenschaften und im Besonderen die BWL kranken schon an einer stringenten Therminologie. Von wissenschaftlichem Arbeiten kann eigentlich wenn überhaupt nur gesprochen werden wenn man sich auf mathematische Modelle beruft. Denn streng genommen bedeutet wissenschaftliches Arbeiten, dass die Ergebnisse reproduzierbar sein müssen unter sonst gleichen Bedingungen. Da die BWL den Sozialwissenschaften zuzuordnen ist, bleibt zu fragen was dort wissenschaftlich fundiert sein soll zumal ein einheitliches Theoriengebäude fehlt.
Und ein Shootigstar der Veröffentlichen zurückziehen muß wegen "gravierder" technischer Mängel sollte genauer hinterfragt werden zumal vor dem Hintergrund der akademischen Karriere.
Zu Bruno S. Frey kann nur gesagt werden, dass er auf seinem Gebiet sehr interessante Diskussionen eröffnet hat und immer bereit war Denkprozeße anzustoßen anstatt das stupide Reproduzieren von bereits vorhandenem zur "Religion" zu erheben.

Sailing
Zustimmung.
Denn BWL wie auch Sozialwissenschaften kann jeder anders auslegen, es gibt dazu keine fundierten Richtlinien wie in der Mathematik oder den Naturwissenschaften

Das kommt darauf an, was man als Wissenschaft definiert. Mathematische Modelle können zumindest a priori keine Voraussetzung für eine Wissenschaft sein, da dies den Bereich der möglichen Wissenschaften von vorneherein auf wenige Bereiche beschränken würde. Darüber hinaus ergibt sich die Frage des angestrebten Erkenntnisgewinns. Bestimmte Bereiche befassen sich mit der sich verändernden Welt, während andere Bereiche unabhängig von spezifischen Veränderungen forschen. Letzteres kann jedoch auch keine Voraussetzung für eine wissenscahftliche Disziplin sein.

Gibt es da eine Verbindung zwischen Lichtenthaler und Sinn? Wenn Storbeck anfängt, im Dreck zu wühlen, dann muß Lichtenthaler etwas sehr vernünftiges von sich gegeben haben.
Übrigens, Herr Storbeck. Warum wühlen Sie denn nicht bei Merkel, Schäuble und Konsorten? Ich verstehe, der Haufen wäre zu groß, um vorwärts zu kommen.

@landmann,
intuitiv erscheint mir, dass Sie ins Schwarze getroffen haben. Gehörte womöglich Lichtenthaler zu den weit über Zweihundert Unterzeichnen des Protestbriefes um den Prof. Sinn, die sich gegen das Prassen mit deutschen Steuergeld gewendet haben? Es ist beredt still geworden um diese Gruppe. Erfahrungsgemäß verheißt das nichts Gutes. Das System dieser linkisch-linken Krummenrepublik wird auf seine listig-tückische Art zurückschlagen, das ist sicher!