Ungleichheit
DGB beklagt West-Ost-Gefälle in Deutschland

Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert die Ungleichheit in Deutschland. Es gebe nicht nur immer noch ein West-Ost- sondern mittlerweile auch ein Süd-Nord-Gefälle bei den Lebensverhältnissen. Erfolge gebe es aber auch.
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Erfurt25 Jahre nach Beginn seiner Arbeit in Ostdeutschland sieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nach wie vor große Unterschiede zwischen Ost und West. Die Angleichung der Lebensverhältnisse sei bis heute nicht gelungen, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann bei einem Festakt am Mittwoch in Erfurt.

Mittlerweile gebe es nicht nur große Ungleichheiten zwischen Ost- und Westdeutschland, sondern auch das Süd-Nord-Gefälle nehme ein größeres Ausmaß an. Es sei aber gelungen, das Lohnniveau im Osten anzuheben. „Heute liegen die Tariflöhne bei 97 Prozent des Westniveaus“, so Hoffmann. Vor 25 Jahren seien es 60 Prozent gewesen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) würdigte die Gewerkschaften als Rückgrat der Gesellschaft. Sie hätten den Osten Deutschlands im letzten Vierteljahrhundert entscheidend mitgeprägt. Ramelow war selbst lange Gewerkschafter. 1990 kam er von Hessen nach Thüringen, um die Gewerkschaften im Osten aufzubauen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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