Uni-Prüfungsbericht
Guttenberg hat bei Doktorarbeit bewusst geschummelt

Gegen Karl-Theodor zu Guttenberg werden neue Vorwürfe laut. Die Prüfungskommission der Uni Bayreuth kommt zum Ergebnis, der Ex-Verteidigungsminister habe bei seiner Dissertation absichtlich getäuscht.
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Berlin/Bayreuth Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat nach Einschätzung der Universität Bayreuth bei seiner Doktorarbeit absichtlich getäuscht. Zu diesem Ergebnis komme die zuständige Universitätskommission, die die Prüfung des Plagiatsfalls fast abgeschlossen habe, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe). Anders ließen sich die kopierten Passagen nicht erklären. Guttenberg hatte gravierende Fehler in seiner Dissertation eingeräumt, eine bewusste Täuschung jedoch immer bestritten.

Dem „Nordbayerischen Kurier“ (Samstagausgabe) zufolge will die Universität den Bericht Ende April oder Anfang Mai veröffentlichen. Rechtsanwälte Guttenbergs hätten gegen eine solche „öffentliche Klarstellung“ jedoch Vorbehalte geäußert und dies mit Persönlichkeitsrechten begründet. Dem Berliner „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe) bestätigte Universitäts-Präsident Rüdiger Bormann den Eingang des Anwaltsschreibens.

Er sagte der Zeitung, die Hochschule werde den Bericht nicht veröffentlichen, wenn Guttenberg bei seinen Vorbehalten bleibe, da es sich formal um einen internen Vorgang handele. Er hoffe jedoch, dass Guttenberg es sich noch anders überlege. „Wir möchten das Ergebnis - auch zur Frage des Täuschungsvorsatzes - öffentlich machen“, sagte Bormann. Guttenbergs Verhalten stehe im Widerspruch zu der von ihm versprochenen Aufklärung.

Doktorvater Peter Häberle sagte der „SZ“, er sei von Guttenberg „existenziell enttäuscht“. Der Zeitung zufolge hatte Guttenberg Häberle einen Brief geschrieben, in dem er sich für das „Ungemach“ entschuldige, das er ihm bereitet habe.

Guttenberg war Anfang März vom Amt des Verteidigungsministers zurückgetreten. Er soll weite Teile seiner Dissertation aus anderen Quellen abgeschrieben haben, ohne dies kenntlich zu machen. Die Universität Bayreuth hatte ihm daraufhin seinen Doktortitel aberkannt.



Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Uni-Prüfungsbericht : Guttenberg hat bei Doktorarbeit bewusst geschummelt "

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  • So ein Schwachsinn... Herr zu Guttenberg!!!

    Seine Aussage er habe "nicht absichtlich getäuscht" ist wohl eine Verdummung aller Ehrlichen! Aber das sieht einem zu Guttenberg ähnlich, der eher dem Schein verfallen ist als dem Sein. Die Wehrreform ist des Namens nicht wert und auch ansonsten (Vorfall Gorch Fock etc.) fehlen handfeste und stichhaltige Arbeitsergebnisse des Herrn zu Guttenberg! Tja, er war ein Bild-Politiker. Mehr Schein als Sein!

  • So ein Schwachsinn... Herr zu Guttenberg!!!

    Seine Aussage er habe "nicht absichtlich getäuscht" ist wohl eine Verdummung aller Ehrlichen! Aber das sieht einem zu Guttenberg ähnlich, der eher dem Schein verfallen ist als dem Sein. Die Wehrreform ist des Namens nicht wert und auch ansonsten (Vorfall Gorch Fock etc.) fehlen handfeste und stichhaltige Arbeitsergebnisse des Herrn zu Guttenberg! Tja, er war ein Bild-Politiker. Mehr Schein als Sein!

  • Denker,
    Als rational denkender Mensch kann man vieles nicht verstehen, so hat jede Partei ihre spezielle Logik und Wahrsheitsempfinden. Siehe Debatte im Bundestag. Unsd das die zuständigen Gutachter und der Doktorvater völlig außen vor blieben, ist unverständlich. Normaler Weise werden vor der vor der Verteidigung der Dissertation die 3 schriftlichen Gutachten vorgelegt und in Kurzform vorgetragen. Erst dann können die Ausführungen des Prüflings erfolgen. Was steht in den Gutachten?

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