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25.02.2008 
Bundestagsmandate

Union: Abstand zur SPD schmilzt

Die CDU/CSU-Fraktion liegt im Bundestag mit nur noch einer Stimme vor ihrem Koalitionspartner SPD. Durch den am Montag bekannt gewordenen Tod des Stuttgarter Bundestagsabgeordneten Jo Krummacher verliert die Unions-Fraktion einen weiteren Sitz. Es ist nicht das erste Mandat, dass die Fraktion verloren hat.

Blick in den Plenarsaal des Bundestags. Die Fraktion der Union wird kleiner. Foto: apLupe

Blick in den Plenarsaal des Bundestags. Die Fraktion der Union wird kleiner. Foto: ap

HB BERLIN. Die Unionsfraktion hat damit aktuell 223 Abgeordnetensitze, die SPD 222. Zu Beginn der Wahlperiode lag die Union noch mit vier Stimmen vorn.

Der studierte Theologe und Volkswirt Krummacher starb im Alter von 61 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit, wie der Landesverband Baden-Württemberg mitteilte. Er hatte bei der Bundestagswahl ein so genanntes Überhangmandat errungen. Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erzielt, als ihr nach dem Zweitstimmenanteil Sitze zustehen. Fällt ein solches Mandat weg, kann die betroffene Partei keinen Nachrücker stellen.

Ende 2006 war der sächsische Abgeordnete Henry Nitzsche aus der CDU/CSU-Fraktion ausgeschieden, hatte aber sein Mandat behalten. Der CDU-Abgeordnete Matthias Wissmann wechselte 2007 in seine neue Tätigkeit als Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Wissmann hatte ein Direktmandat in Baden-Württemberg errungen. Da es sich aber auch um ein Überhangmandat handelte, fiel der Sitz im Bundestag ersatzlos weg.

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