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15.10.2008 
Umfrage

Union schlägt beim Krisenmanagement die SPD

Die Bürger sind mit der Arbeit der Bundesregierung in der Finanzkrise überwiegend zufrieden. Dennoch sorgen sich einer Umfrage zufolge die Menschen in Deutschland zunehmend um ihr Erspartes. Die meisten von ihnen trauen am ehesten der Union zu, die Probleme zu lösen. Sie kann in der Wählergunst zulegen.

Die Bürger haben in der Krise mehr Vertrauen zu Merkel als zu Steinbrück. Foto: dpaLupe

Die Bürger haben in der Krise mehr Vertrauen zu Merkel als zu Steinbrück. Foto: dpa

HB BERLIN. Dass die Bundesregierung als Antwort auf die Finanzkrise ein umfassendes Rettungspaket geschnürt hat, kommt bei den Bundesbürgern gut an. Dies ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Emnid-Instituts im Auftrag des Fernsehsenders N24. Demnach ist jeder zweite Deutsche (51 Prozent) mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. Dagegen sieht ein Drittel (33 Prozent) das Vorgehen der großen Koalition kritisch.

Unter dem Eindruck des weltweiten Chaos auf den Finanzmärkten konnte allerdings lediglich die Union in der Wählergunst zulegen. SPD und Linke verloren dagegen, wie die wöchentliche Umfrage des Hamburger Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL ergab. Danach legten CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 35 Prozent zu. Die SPD sackte um drei Punkte auf 24 Prozent ab. Die Linke kam nur noch auf zwölf Prozent (minus einen Prozentpunkt).

Die Grünen stiegen um einen Punkt auf zehn Prozent. Die FDP blieb mit 13 Prozent unverändert. Die „Sonstigen“ nahmen um einen Punkt auf sechs Prozent zu. Damit haben Union und FDP (zusammen 48 Prozent) wieder einen Vorsprung vor SPD, Grünen und Linkspartei (gemeinsam 46 Prozent).

An Vertrauen gewonnen hat vor allem das Krisenmanagement von Kanzlerin Angela Merkel. Von Forsa gefragt, wen sie direkt zum Regierungschef wählen würden, sprach sich die Hälfte der Wahlberechtigten (50 Prozent) für Merkel aus, drei Punkte mehr als in der Vorwoche. Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der an diesem Samstag auf einem SPD-Sonderparteitag offiziell zum Kanzlerkandidaten seiner Partei gekürt wird, verlor an Zustimmung: Nur noch knapp jeder Vierte (24 Prozent) würde demnach in der Direktwahl für ihn stimmen, zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. 26 Prozent wollen weder Merkel noch Steinmeier im Kanzleramt sehen.

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