Union
Steinbach erhält Dämpfer

Zwar wählten die Abgeordneten von CDU und CSU am Dienstagabend Steinbach erneut zur menschenrechtspolitischen Sprecherin ihrer Fraktion. Allerdings erhielt sie mit rund 71,2 Prozent das schlechteste Ergebnis aller Arbeitsgruppenvorsitzenden.
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HB BERLIN. Die Unionsfraktion hat der Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach einen Dämpfer erteilt. Vor einem Jahr hatte sie noch knapp 92 Prozent erzielt - etwa 20 Prozentpunkte mehr als heute.

Grund für das schlechte Ergebnis sind Steinbachs umstrittene Bemerkungen zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sowie ihre abschätzigen Äußerungen über den polnischen Deutschland-Beauftragten Wladyslaw Bartoszewski. CDU-Chefin Angela Merkel hatte Steinbach jedoch ihre Unterstützung bei der Wahl zugesagt, weil sie sich für missverständliche Äußerungen entschuldigt hatte.

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder wurde klar im Amt bestätigt: Der 62-jährige Baden-Württemberger erhielt 92,6 Prozent der Stimmen. Unter Kauders Stellvertretern erzielte der Finanz- und Haushaltspolitiker Michael Meister das beste Ergebnis mit 98,8 Prozent. Bei den Arbeitsgruppenvorsitzenden wurden unter anderem auch der finanzpolitische Sprecher Leo Dautzenberg (97,7 Prozent) und der haushaltspolitische Sprecher Norbert Barthle (96,5 Prozent) wiedergewählt.

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