Union und FDP halten insgesamt absolute Mehrheit
Politbarometer: Rot fällt, Grün steigt

Die politische Stimmung hat sich für die SPD von Bundeskanzler Gerhard Schröder im August wieder verschlechtert. Nach einem kurzen Höhenflug im Juli verlor die SPD jetzt drei Punkte und kommt nur noch auf 28 %.

HB/dpa MAINZ. Dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer zufolge büßte die Union einen Punkt ein und liegt nun bei 48 %. Einziger echter Gewinner sind die Grünen, die um drei Punkte auf 12 % zulegen. Die FDP verbessert sich um einen Punkt auf 6 %. Die PDS kommt unverändert auf 3 %.

Wenn am nächsten Sonntag tatsächlich Bundestagswahl wäre, würde sich die politische Stimmung nicht so deutlich im Wahlergebnis niederschlagen. In der so genannten Sonntagsfrage erreicht die SPD jetzt 31 %, ein Punkt weniger als vor vier Wochen. Die CDU/CSU käme auf 45 % (minus 1), die Grünen verbessern sich auf 10 % (plus 2), die FDP bleibt bei 6 %, die PDS bei 4 %. Damit hätten Union und FDP wie in den Monaten zuvor eine klare parlamentarische Mehrheit.

Die Mehrheitsverhältnisse sind demnach klar, bei der Leistungsbeurteilung der großen Parteien sehen die Befragten allerdings keine großen Unterschiede. Dass die Bundesregierung ihre Sache eher schlecht macht, meinen 60 %. Lediglich 36 % sagen eher gut. Große Hoffnungen weckt aber auch die Union nicht bei den Wählern. Eine mögliche unionsgeführte Bundesregierung würde es besser machen, sagen nur 26 %, fast zwei Drittel (62 %) sind der Meinung, dass das keinen großen Unterschied machen würde. 8 % gehen dann sogar von einer Verschlechterung aus.

In der Rangliste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland müssen alle SPD-Politiker Einbußen hinnehmen, die beiden Vorsitzenden der Unionsparteien können sich leicht verbessern. Auf der Skala von +5 bis -5 steht Außenminister Joschka Fischer (Grüne) unverändert mit 2,1 an der Spitze. Auf den Plätzen folgen mit je 0,5 die CDU- Vorsitzende Angela Merkel (Juli: 0,4), Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (Juli: 0,6) und der CSU-Sozialexperte Horst Seehofer (Juli: 0,7). Verschlechtert hat sich auch Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) mit 0,4 (Juli: 0,6) auf Platz fünf, knapp vor CSU-Chef Edmund Stoiber mit 0,3 (Juli: 0,2) und Gerhard Schröder mit 0,2 (Juli: 0,3).

Die drei letzten Plätze sind im Minus-Bereich: Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle (unverändert) und SPD-Finanzminister Hans Eichel (Juli: minus 0,2) liegen mit jeweils minus 0,6 vor dem neuen Schlusslicht, Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit minus 0,8 (Juli: minus 0,5).

Für die Umfrage hatte die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF vom 18. bis 21. August 1189 Wahlberechtigte befragt. Die Fehlertoleranz beträgt bei den großen Parteien 2,7 %punkte, bei den kleinen 1,4 Punkte.

dpa mb yyzz br

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