Union und SPD einigen sich

Aus für den gelben Sack

Abfälle aus Metall und Kunststoff sollen künftig auch in die gelbe Tonne, die zur Wertstofftonne erweitert werden soll. Die Koalition hat sich auf eine entsprechende Änderung des Wertstoffgesetzes geeinigt.
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Die Koalition hat sich auf Eckpunkte für ein neues Wertstoffgesetz geeinigt. Quelle: dpa
Recyceln soll praktischer werden

Die Koalition hat sich auf Eckpunkte für ein neues Wertstoffgesetz geeinigt.

(Foto: dpa)

BerlinNach langen Debatten haben sich Union und SPD im Grundsatz auf die bundesweite Einführung einer Wertstofftonne geeinigt. In Zukunft soll die bisherige gelbe Tonne und der gelbe Sack überall zur Wertstofftonne erweitert werden, um mehr Stoffe dem Recycling zuzuführen. Sie soll nicht nur wie bisher Verpackungen aufnehmen, sondern auch andere Wertstoffe aus Kunststoff und Metall, wie Kleiderbügel und ausrangiertes Plastikspielzeug, vereinbarten die Bundestagsfraktionen von Union und SPD in einem Eckpunktepapier.

Zwar ist die Sammlung von Verpackungsabfällen und anderen Abfällen aus Kunststoff oder Metall in einer zur Wertstofftonne erweiterten Gelben Tonne bereits auf der Grundlage des geltenden Rechts möglich. Inzwischen gibt es laut Umweltministerium so ein Angebot schon für rund zwölf Millionen Bürger. Mit flächendeckend eingeführten Wertstofftonnen soll die Recyclingmenge um rund fünf Kilogramm pro Einwohner und Jahr erhöht werden.

Wegen der Lukrativität des Recyclings sind die Zugriffsrechte zwischen kommunalen und privaten Entsorgern umstritten. Künftig soll eine „Zentrale Stelle“ Spielregeln für Hersteller und Vertreiber von Verpackungen, duale Systeme („Grüner Punkt“) und Entsorger festlegen.

Das Berliner Recycling-Unternehmen Alba betonte: „Die konkrete Ausgestaltung ist völlig offen. Anhand der Eckpunkte lässt sich gar nicht beurteilen, ob das Gesetz wirklich zu mehr Umweltschutz, sinkenden Preisen für die Bürger und einem fairen Wettbewerb führt.“ Das müsse der Gesetzentwurf von Ministerin Hendricks erst zeigen. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) pochte auf eine kommunale Zuständigkeit - also ein Erstzugriffsrecht der Städte und Gemeinden.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Union und SPD einigen sich: Aus für den gelben Sack"

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  • Und welche Tonne ist für die Politiker?

  • Stimmt - Sie sind ja eine intime Kennerin der Abfallszene....Die Metalle und Wertstoffe, die aus der "öffentlichen grauen Mülltonne nun " in die "private gelbe Wertstofftonne" sollen, werden dann nicht mehr in der kommunalen Anlage aussortiert. Die entsprechenden Erlöse der Wertstoffe werden im Gebührenhaushalt dann fehlen was einen Anstieg der Abfallgebühren nach sich ziehen wird. Wieder mal haben wir die Privatisierung von Gewinnen auf Kosten der Bürger....

  • Ein völliger Irrsinn, nur um den Bürger abzuzocken.
    Der normale Hausmüll wird sowieso nach Wertstoffen und brennbarem Restabfall vollautomatisch sortiert. Der gelbe Sack bzw. Wertstofftonne ist somit total überflüssig und einfach nur hirnrissig, die pure Gebühren-Geldschneiderei.

  • Wenn man sich jetzt auch noch einigen könnte dass die Kunststoffflaschen und andere Behälter alle in die Wertstofftonnen sollen, das wäre ja ein wirklicher Fortschritt. Mir ist nie verständlich gewesen, warum die Plastikflasche in der Orangensaft war, pfandfrei bliebt und wenn Mineralwasser drin war, dann kommt Pfand drauf und ich muss sie zum Händler tragen. Wie tief darf eigentlich der Intelligentquotient von Politikern fallen?

  • >> Abfälle aus Metall und Kunststoff sollen künftig auch in gelbe Tonne, die zur Wertstofftonne erweitert werden soll >>

    Am besten soll man gleich 20 Tonnen erfinden und nur noch sortieren und zahlen !

    Am anderen Ende kommen dann die Abfälle wieder zusammen.

    Vor den Häusern kann man sich vor Abfalltonnen nicht mehr retten ! Parkplätze werden mittlerweile mit Tonnen zugepflastert.

    Sieht den das keiner von diesen Sortrier-Bekloppten....-?

    Der Grün-Wahnsinn muss gestoppt werden.

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