Union und SPD einigten sich auf Wahltermin
Merkel soll am 22. November zur Kanzlerin werden

Union und SPD haben sich in der zweiten Runde ihrer Koalitionsverhandlungen auf einen Termin für die Wahl Angela Merkels zur ersten Bundeskanzlerin in Deutschland geeinigt. Am 22. November soll es so weit sein - vorausgesetzt, die Koalitionsverhandlungen sind bis dahin abgeschlossen.

HB BERLIN. Der Termin sickerte am Dienstag aus Kreisen der Union und der SPD durch. Auch im Ältestenrat des Bundestages kündigten die künftigen Koalitionspartner am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern an, dass sie den 22. November für die Kanzlerwahl anstrebten.

Der Kanzlerkandidat wird dem Bundestag vom Bundespräsidenten vorgeschlagen. Merkel muss mit der absoluten Mehrheit der Mitglieder des Bundestages gewählt werden. In neuen Bundestag mit 614 Abgeordneten liegt diese Mehrheit bei 308 Abgeordneten. Union und SPD stellen zusammen 448 Parlamentarier.

Mit Spannung dürfte dann verfolgt werden, wieviele Stimmen Merkel in der geheimen Wahl auf sich vereinigen kann. Einzelne SPD-Politiker wie der stellvertretende Fraktionschef Gernot Erler hatten für die Kanzlerwahl eine Revanche für das schlechte Abschneiden ihres Parteifreundes Wolfgang Thierse bei der Wahl zum Vizepräsidenten des Bundestages nicht ausgeschlossen. Thierse hatte nur gut zwei Drittel der Stimmen erhalten, was die SPD auf fehlende Zustimmung vor allem aus der Union zurückführte.

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