Union verliert in neuer Umfrage deutlich
Umfrage: FDP steigt auf Rekordhoch

Das aktuelle politische Vorgehen der Großen Koalition gegen die Konjunkturkrise wird von der Mehrheit der Bevölkerung offenbar zunehmend kritisch verfolgt. Dabei zieht insbesondere die CDU/CSU den Argwohn der Wähler auf sich. Die FDP klettert dagegen auf ein Rekordhoch.

DÜSSELDORF. In der Sonntagsfrage des Deutschlandtrends der ARD verliert die Union ganze drei Prozentpunkte und sinkt auf 34 Prozent. Die SPD verliert einen Punkt auf 25 Prozent. Offenbar haben die derzeit laufenden Überlegungen zur Verstaatlichung von Banken besonders der Union geschadet, deren Wähler jeder Form von Staatsinterventionismus in der Regel skeptisch gegenüberstehen.

Wie die ARD-Umfrage auch zeigt, ist eine deutliche Mehrheit der Befragten generell gegen eine vollständige Verstaatlichung von Banken. 59 Prozent finden, der Staat sollte sich höchstens an Banken beteiligen und Anteile übernehmen. 19 Prozent beharren darauf, der Staat sollte auf einen Einstieg bei Privatbanken grundsätzlich verzichten. Nur 18 Prozent der Bürger können sich angesichts der Finanzkrise vorstellen, dass der Staat vollständig Banken übernimmt.

Auch das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung, immerhin ein Herzstück der politischen Reaktion der Koalition auf die Wirtschaftskrise, findet wenig Zustimmung. Eine deutliche Mehrheit, nämlich 60 Prozent der Befragten, halten das milliardenschwere Maßnahmenbündel kaum für ein wirksames Mittel gegen die akuten wirtschaftlichen Probleme. Dabei ist auch in diesem Punkt die Skepsis gewachsen: Im Vormonat hatten die Meinungsforscher diese Frage auch schon gestellt; da hatten nur 51 Prozent Einwände.

Der Höhenflug der FDP, die vor zweieinhalb Wochen ihre neue Rolle als klare dritte politische Kraft bei der Landtagswahl in Hessen dokumentiert hatte, hält auch bundesweit an. In der Sonntagsfrage legt sie um drei Punkte zu und erreicht den Rekordwert von 16 Prozent. Grüne und Linke steigern sich jeweils um einen Punkt auf elf Prozent. Die Union hätte mit der FDP dank deren Stärke immer noch eine Mehrheit von 50 Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap hatte von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1 750 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

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