Unions-Fraktionsvize Bosbach
„SPD treibt ein heuchlerisches Spiel“

Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) kritisiert die Pläne der hessischen SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti, sich in geheimer Wahl mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Der CDU-Politiker hält es nicht für ausgeschlossen, dass die SPD die Linkspartei sowohl in Hessen wie in Hamburg in die Regierung holen.

BERLIN. "Die SPD treibt ein heuchlerisches Spiel. Erst lehnt die Parteispitze Regierungsbündnisse mit der Linkspartei ab, dann sollen die Landesverbände über rot-rote Konstellation entscheiden und am Ende werden solche Links-Regierungen zum Normalfall erklärt, weil es angeblich die Mehrheitsverhältnisse erzwingen", sagte Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) dem Handelsblatt. Der CDU-Politiker hält es nicht für ausgeschlossen, dass die SPD die Linkspartei sowohl in Hessen wie in Hamburg in die Regierung holen.

Unions-Fraktionsvize Bosbach warnt zugleich vor den massiven ökonomischen Folgen von linken Regierungskoalitionen. "Die Verunsicherung von Investoren und höhere Staatsausgaben führen zusammen dazu, dass die Wachstumskräfte in diesem Land zerstört werden", sagte Bosbach weiter. Bosbach warnte davor, dass durch eine solche Politik der Zusammenhang verlorengeht, dass die Soialleistungen erst einmal erarbeitet und verdient werden müssen, bevor sie verteilt werden können.

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2009 sieht Bosbach aber auch strategische Vorteile, wenn sich die Sozialdemokraten auf die Linkspartei einlassen. "Dann kann der Wähler zwischen zwei echten Alternativen entscheiden - bürgerlich oder links", sagte Bosbach.

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